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02.01.04 - Waldorf Schulen - ein raffiniert getarnter Schwindel (Interview)


Die Rote Fahne veröffentlicht ein ausführliches Interview mit der Autorin Sybille-Christin Jakob. Frau Jakob ist eine der profiliertesten Kritikerinnen der Waldorf-Schulen. Über 150 Waldorf-Schulen gibt es in Deutschland. Sie werden mit Millionen an Steuergeldern gefördert. Ihre Kenntnisse hat Frau Jakob durch eigene (leidvolle) Erfahrungen erworben. Über den möglichen Wechsel von Kindern in eine staatliche Schule berichtet sie:

Ein Wechsel auf öffentliche Schulen ist problematisch, denn dann treten eklatante Wissenslücken zutage, die - wie ich heute weiß - auf den seit 1919 unveränderten und inhaltlich äußerst fragwürdigen Lehrplan der Waldorfschule zurückzuführen sind. Wissenschaftliche Lehrinhalte sind nur in homöopathischer Dosierung zu finden. Hinzu kommt, dass nicht wenige Waldorfklassenlehrer, die eine Klasse in der Regel acht Jahre lang in fast allen Fächern unterrichten, weder ein staatliches Pädagogikstudium, ja nicht mal Abitur haben, sondern lediglich eingefleischte Anthroposophen sein müssen. Das Wissensniveau der Schüler ist dementsprechend.

Die Waldorf-Schulen unterrichten nach dem Konzept der Anthroposophie von Rudolf Steiner. Frau Jakob berichtet weiter:
Die Anthroposophie enthält eine eigene Auffassung von der Welt, ihrer Entstehung sowie ein eigenes Menschenbild. Steiner teilt die Menschheitsentwicklung in sieben Wurzelrassen ein und gliedert diese wiederum in sieben Unterrassen ein, von denen sich nur eine spirituell erleuchtete Elite weiterentwickeln kann, während die anderen zu Gunsten dieser Gruppe untergehen müssen. Die vierte Wurzelrasse soll auf der legendären Insel Atlantis gelebt haben, die den Keim der fünften Wurzelrasse - die Arier - bildeten. Die Mission der Arier, insbesondere ihre germanisch-nordische Unterrasse sei es, die Spiritualität zu entwickeln. Steiner selektierte die Rassen in Schwarze mit "Hinterhirn" und "Triebleben", in Gelbe mit "Mittelhirn" und "Gefühlsleben" und in Weiße mit "Vorderhirn" und "Denkleben" und behauptete, dass die Weißen eigentlich diejenigen Menschen seien, die das Menschliche in sich entwickeln und dass es ein Unfug sei, dass die "Negerrasse" in Europa eine so große Rolle spiele.

Das gesamte Interview mit Frau Sybille-Christin Jakob ist in der Rote-Fahne-Druckausgabe vom 2. Januar erschienen.

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