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Abschlusserklärung des am 5.11.05 in Berlin stattgefundenen Sternmarsches


Gegen das Berliner Chaos -
Gemeinsam aufstehen für ein menschenwürdiges Leben!

Arbeitende, Arbeitslose, Jung und Alt aus Ost und West, Menschen unterschiedlicher Weltanschauung und Organisationszugehörigkeit beteiligten sich am heutigen Sternmarsch gegen die ins Wanken geratene Große Koalition von CDU und SPD und deren Horrorkatalog von sozialen Grausamkeiten. Das trotz weitgehenden Medienboykott insgesamt über 15.000 Menschen an der selbst organisierten bundesweiten Demonstration teilnahmen ist ein unüberhörbares Signal der sich neu formierenden kämpferischen Opposition.
 
Selbstbewußt erklären wir: Es gibt für uns keinen Grund abzuwarten und auf bessere Zeiten zu hoffen. Wir nehmen es nicht länger hin dass Großkonzerne und Banken Rekordprofite erzielen und gleichzeitig, wie die Telekom, Siemens und Daimler die Entlassung zehntausender von Beschäftigten ankündigen. Die Parasiten und Abzocker sind nicht die Arbeitslosen, sondern diejenigen die von der Ausbeutung und von der Arbeit anderer im Luxus leben. Ein System, dass der Jugend keine Zukunft bieten kann, hat selbst keine Zukunft! Die Arbeitslosigkeit kann und muß durch Neuverteilung der Arbeit auf Kosten der Profite bekämpft werden. 

Wir sind solidarisch mit dem Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz, den antifaschistischen Protesten, dem Widerstand gegen Atomkraftwerke, die Einführung von Studiengebühren und gegen den weltweiten Einsatz der Bundeswehr im Interesse der Aufrechterhaltung der neokolonialen Ausplünderung der Völker. Unsere Freiheit wird nicht am Hindukusch verteidigt. Den Massendemonstrationen und Streiks wie in Frankreich, Italien und Belgien gehört unsere Internationale Solidarität.

Wir sagen hier in aller Deutlichkeit: Jede Regierung, welche die volksfeindliche Politik der gescheiterten Schröder/Fischer-Regierung fortsetzen und verschärfen will, wird sich mit dem aktiven Widerstand der kämpferischen Opposition, der Arbeiter, der Arbeitslosen, der Jugend, der Frauen und der Rentner konfrontiert sehen. Treten wir selbstbewußt für unsere Lebensinteressen, die Zukunft der Jugend und gesellschaftliche Veränderungen ein !

Ergreifen wir überall die Initiative. Tragen wir den offensiven und solidarischenGeist der heutigen Demonstration ins ganze Land. Helfen wir Resignation, Ohnmachtsgefühle, Ängste und gegenseitige Vorbehalte zu überwinden. Gemeinsam und organisiert werden wir den Herrschenden das Fürchten beibringen. 
 
Kämpfen wir gemeinsam für Arbeitsplätze, soziale und politische Rechte, Frieden, Schutz der natürlichen Umwelt und ein menschenwürdiges Leben!
Weg mit Hartz IV und der ganzen Agenda 2010!

 

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