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8.000 Polizisten schützten Faschisten

Frankfurt (Korrespondenz), 09.07.07: Es sollte eine Großdemonstration der NPD werden. So wurde sie jedenfalls angekündigt. Bis zu 2.000 Nazis aus ganz Europa sollten am Samstag, den 7. Juli in der Bankenmetropole Frankfurt am Main demonstrieren. Tatsächlich marschierten nur knapp 500 Faschisten unter riesigem Polizeiaufgebot und unter antifaschistischer Gegenwehr durch die Stadt. 

Das Motto des Aufmarsches lautete "Arbeit statt Dividende - Volksgemeinschaft statt Globalisierung". Hier wird die Demagogie der Faschisten deutlich. Sie übernehmen in ihrer sogenannten „Antikapitalismus“-Kampagne linke und fortschrittliche Kritik an der Gesellschaft und versuchen sie in ihr zutiefst reaktionäresWeltbild zu verpacken.

Neben einer bürgerlichen Kundgebung unter anderem mit der Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) gab es Aktionen zur friedlichen Störung und Behinderung des Nazi-Aufmarsches. So konnte dieser erst über eine Stunde später als geplant beginnen. Bei diesen Aktionen beteiligten sich auch MLPD und REBELL, die auch in der „Anti-Nazi Koordination“, einem breiten Bündnis gegen Faschismus und Rassismus, mitarbeiten. Es wurde das Rote-Fahne-Extra und der Verbotsantrag vertrieben und gern genommen.

Aus dem ganzen Bundesgebiet waren 8.000 Polizisten herangekarrt worden. Trotz des friedlichen Protestes tausender Antifaschisten und Antifaschisten gab es massive Provokationen von Seiten der Polizei. So wurde die Demonstration massiv von Polizeieinheiten mit Knüppel und Schild begleitet. Es gab immer wieder willkürliche Sperrungen der Demoroute. Die Polizei versuchte, durch Schikanen eine gewalttätige Reaktion der Demonstrierenden herauszufordern. Doch die ließen sich nicht provozieren.  Die Demoleitung machte hier gute Arbeit. Sie reagierte besonnen und geistreich auf diese Schikanen. So dass der Sprecher der Polizei über Megafon sich öfters der Lächerlichkeit preisgeben musste.

Insgesamt war es eine gelungene Aktion, auch wenn der Naziaufmarsch letztendlich nicht verhindert werden konnte. Überall, wo Nazis auftauchen, stellen sich ihnen eine Vielzahl von Antifaschisten entgegen. Trotzdem muss dieser Protest noch viel mehr werden.

Keinen Fußbreit den Faschisten!
Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!

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