Solidarität mit den Streikführern bei Ford in Russland gegen Anschläge und Morddrohungen!
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| Aleksej Etmanov beim Streik der russischen Ford-Kollegen Ende 2007 |
Der mutige mehr als fünfwöchige Streik der Ford-Arbeiter im November/Dezember 2007, der internationale Unterstützung und Solidarität fand, war ein Signal für die Arbeiter und die breiten Massen Russlands gewesen, mit welcher Hartnäckigkeit für Arbeiterinteressen gekämpft werden muss. Eine Reihe von Kollegen wurde danach unter Anklage gestellt, mit der Zustimmung zum Streik dem Konzern geschadet und sich damit strafbar gemacht zu haben. Damit soll praktisch ein Streikverbot per Strafgericht erklärt werden. Die Kollegen kämpfen bis heute dagegen.
Gerade am 13. November war wieder ein Prozesstermin von 25 Ford-Kolleginnen und -Kollegen, der aber wegen Krankheit der Richterin verschoben wurde. Ein Kollege berichtet: "Es ist immer die alte Taktik, uns hinhalten. So wollen sie uns brechen. Vor dem Berufungsgesetz haben wir trotzdem gewonnen und wir werden auch diesen Prozess gewinnen!"
Der Hintergrund der jüngsten faschistischen bzw. faschistoiden Anschläge gegen die Gewerkschaftsführer ist die Angst der Putin/Medwedjew-Regierung vor wachsenden Arbeiter- und Volkskämpfen. Deren Partei "Einheitliches Russland" befasst sich angesichts der Finanzkrise und ihrer Auswirkungen bereits mit "Maßnahmen gegen die Vorstreik-Stimmung, insbesondere in den großen Industrieunternehmen", so ein Bericht der Moskauer "Unabhängigen Zeitung" vom 12. November.
Es gibt in letzter Zeit vermehrte Protestaktionen, Demonstrationen, Straßenblockaden, aber auch Streiks wegen der Nichtauszahlung von Löhnen. Am 25. Oktober fand in ganz Russland ein "Tag des Volkszorns" statt. Auf die Direktorin des Instituts "Kollektive Aktion", Karin Klemann, die durch ihre Informationen den Widerstand fördert, wurden bereits drei Anschläge verübt.
Die MLPD sandte heute die folgende Solidaritätserklärung an die Gewerkschaft der Ford-Kollegen und ihre Streikführer:
"Liebe Kollegen Etmanov und Lesik! Liebe Ford-Kolleginnen und -Kollegen!
Wir sind hell empört über die Angriffe auf eure Gewerkschaft und ihre Vorsitzenden Aleksej Etmanov und Vladimir Lesik. Wir erklären hiermit unsere volle Solidarität mit euch.
In einer Situation, in der in Russland die Kämpfe der Arbeiter und der Massen zunehmen, versucht offensichtlich der Staatsapparat der Putin/Medwedjew-Regierung, mit Methoden faschistischer Gewalt den Widerstand einzuschüchtern. Der Streik der Ford-Arbeiter war für die Arbeiter in ganz Russland ein Beispiel, wie die Arbeiter durch ihren Kampf ihre Interessen durchsetzen können. Das ist der Hintergrund solcher feigen Anschläge.
Wir unterstützen auch euren Kampf um das Streikrecht, den ihr mit eurem Prozess weiter führt. Wir werden den empörenden Angriff auf eure Gewerkschaftsvorsitzenden Aleksej Etmanov und Vladimir Lesik breit bekannt machen und die Solidarität mit euch organisieren!
Mit solidarischen Grüßen!"
Weitere Solidaritäts- und Protesterklärungen an die E-Mail-Adresse vlesik@mail.ru und an redaktion@rf-news.de
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