Politik

Uranabbau tötet und macht krank

Uranabbau tötet und macht krank
Gegen die Erschließung neuer Uran- abbaustätten im US-Bundesstaat Colo- rado regt sich breiter Widerstand

Duisburg (Korrespondenz), 13.12.08 - Die letzten großen abbauwürdigen Uranvorkommen liegen in Australien, Russland, Nordamerika, Südafrika und im Kongogebiet. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2.000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an. Das beim Uranabbau verstärkt entweichende Radongas macht die Bergwerksarbeiter und Anwohner krank.

Ein Beispiel ist der Uranabbau der ehemaligen Urangrube "Wismut" in Ost-Deutschland: Auf Grund der hohen Strahlenbelastung in diesen Gebieten traten dort verstärkt Krebserkrankungen auf. Allein rund 7.000 Lungenkrebsfälle sind dokumentiert. Insgesamt gehen Schätzungen von mehr als 20.000 Opfern im deutschen Uranabbau aus. Die "Sanierung" der deutschen Urangruben der Wismut hat die Steuerzahler 6,5 Milliarden Euro gekostet.

Damit nicht noch länger "saniert" werden muss, wurden für das ehemalige DDR-Fördergebiet extra die Grenzwerte der Bundesstrahlenschutzverordnung hochgesetzt. Die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in den vom Imperialismus abhängigen Ländern sind noch verheerender.