Wirtschaft

Spanien: Generalstreik in der Diskussion

Sevilla (Korrespondenz), 19.02.09: In Spanien entwickelt sich die Wirtschaftskrise jeden Tag schlimmer. In Andalusien sind ca. 900.000 Arbeitplätze verloren gegangen. Alleine in Sevilla gehen über 10 Prozent aller Arbeitsplätze verloren. Viele Firmen haben dicht gemacht oder lassen einfach woanders produzieren.

Spanien befindet sich in der gleichen Lage wie Deutschland. Sie verlagern die Produktion dorthin, wo es billiger ist. Die Katastrophe ist unterwegs. Der spanische Ministerpräsident Zapatero hat den Banken Millionen zur Verfügung gestellt, angeblich damit die kleinen Leute wieder günstiger Kredite bekommen. Aber erst mal sanieren sich die Banken selbst und die Leute kommen an letzter Stelle.

Die nehmen auch keine Kredite, weil sie unsicher sind, was die Zukunft bringt. Die Regierung ist in einer Sackgasse. Zapatero sagte jetzt schon, 2009 und 2010 würde es sehr schwer werden. Die "Izquierda Unida" ("Vereinigte Linke" - linkes Parteienbündnis) hat einen Generalstreik vorgeschlagen, aber Regierung und Gewerkschaftsführung behaupten, es wäre noch nicht notwendig. Wir sind gespannt, wie es in diesem Jahr noch weiterläuft.