Politik

"Der Sozialismus ist eine unbedingte Notwendigkeit"

"Der Sozialismus ist eine unbedingte Notwendigkeit"
Bei der Veranstaltung mit Stefan Engel

31.05.09 - So beendete Stefan Engel, der MLPD-Vorsitzende, seinen Vortrag bei der Jugendbildungsveranstaltung "Über die Ursachen der Weltwirtschaftskrise" beim Pfingstjugendtreffen. Großes Interesse: 645 Besucherinnen und Besucher, dabei sehr viele Jugendliche, waren dabei. Stefan Engel führte mit einfachen Worten in die komplizierten Zusammenhänge der marxistischen Krisentheorie ein und entwickelte eine erfrischende Polemik gegen die Begriffsverwirrung der bürgerlichen "Wirtschaftsspezialisten", wenn z.B. behauptet wird, dass "Geld arbeitet" oder die Begriffe von den "Arbeitgebern" und "Arbeitnehmern" die Tatsachen auf den Kopf stellen.

Er ermutigte vor allem die Jugend, sich an die komplizierte Materie dranzugeben, weil die Arbeiterklasse die Klarheit braucht, um mit diesem Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem Schluss zu machen. Er wies nach, dass der Kapitalismus auf dem heutigen Stand nur noch mit Hilfe des bürgerlichen Staates am Leben erhalten wird, ohne dass er die Probleme der Menschheit lösen kann. Wir müssen einfach begreifen, wie schwach die sind  und wie stark die Massen auf der ganzen Welt sind, so Stefan Engel - der Sozialismus ist unbedingt notwendig geworden, es gibt keinen Grund, abzuwarten! Die Beteiligung vieler Jugendlicher, die zur Diskussion am Mikrofon Schlange standen, zeigt, dass die Jugend neugierig und bereit ist, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.

Das ist überhaupt der ganze Geist des 14. Internationalen Pfingstjugendtreffens, das heute in Gelsenkirchen zu Ende geht: die Suche nach Perspektiven, die vielen Ideen, der selbstlose Einsatz und die Übernahme von Verantwortung durch ungezählte Helferinnen und Helfer und die hervorragende Organisation. Für das schöne Wetter können die Veranstalter nichts - aber es passte einfach hervorragend dazu und trug zur guten Stimmung der vielen tausend Besucherinnen und Besucher bei. 

Das Open-Air-Fest gestern abend hatte ein sehr vielseitiges Programm. Die Zuschauer waren begeistert von der Musik, Jonglagen, einer Tanzgarde... Die Rapper "Independent Danger", J.J. aus Holland oder das Hip-Hop-Duo "Die Bandbreite" wurden ebenso von Autogrammjägern umlagert wie Liedermacher oder Rocksänger wie z.B. Mike Stout aus den USA. Mit der funk-frischen Musik von "son de la goutte" wurde der Tanzteil eingeleitet.

Auch heute wurden wieder viele kleine und große Diskussionen, Sportveranstaltungen, Spiele, Wettbewerbe, Basteleien, Vorführungen, Musik und Informationen angeboten - von den Spezialitätenständen, Cafés und Biergärten gar nicht zu reden. Nach wie vor laufen noch viele Programmpunkte. Der Erfahrungsaustausch ist sehr oft auf die Veränderung und Verbesserung der kommenden Arbeit bezogen: "Wir haben immer wieder mal Kontakt mit Kindern auf der Montagsdemo, wir haben aber noch kaum im Kopf, sie für die regelmäßige Teilnahme zu gewinnen", sagte z.B. Jürgen Schäuble von der Koordinierungsgruppe der Montagsdemos bei der Veranstaltung "Staatlich verordnete Kinderarmut - Kinder und Jugendliche gehören auf die Montagsdemos". Opel-Arbeiter aus Bochum, Rüsselsheim und Eisenach, Arbeiter von Daimler, VW, Porsche usw. diskutierten mit über 100 Besuchern. "Es ist nicht so einfach, heute den Kampf aufzunehmen, aber wir arbeiten daran", so ein Opelaner.

Spiele ohne GrenzenEin großes Highlight, auf das alle "geübten" Pfingstjugendtreffen-Besucher schon hingefiebert hatten: die "Spiele ohne Grenzen". 20 Mannschaften aus Kindern und Jugendlichen und einzelnen Erwachsenen waren angetreten mit je 20 Teilnehmern - der "Tausendfüßler", Riesenlöffelspiel und Sackhüpfen, das Schwammspiel, das Bierkastenspiel und die Seifenbahn - super! Es zeigte sich: es ist gut, wenn man trainiert hat! Begeistert wurden alle Mannschaften für ihren Einsatz gefeiert - Freundschaft im Wettkampf setzte sich wieder mal durch. Gewonnen haben die "Orschel Tiger" aus Reutlingen/Tübingen. Herzlichen Glückwunsch - und Glückwünsche an alle, die dieses Pfingstjugendtreffen wieder zu einem riesigen Erfolg gemacht haben. Sicher wird auf dem Abschlussfest der internationalen Solidarität ab 19 Uhr (Trabrennbahn Gelsenkirchen) entsprechend gefeiert! Natürlich werden wir in der nächsten "Roten Fahne" ausführlich berichten.