Umwelt

Protest gegen Atompolitik: "Koalitionäre ließen die Straße räumen"

29.10.09 - In einer Pressemitteilung von ".ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie" vom 18. Oktober wird über die Proteste zu den Koalitionsverhandlungen in Berlin berichtet:

Mit einer Aktion Zivilen Ungehorsams unmittelbar vor dem Ort der Koalitionsverhandlungen haben Atomkraftgegner am heutigen Sonntagmorgen für einen schnellen Atomausstieg demonstriert und gegen eine Wiederaufnahme der Arbeiten am geplanten Atommüll-Endlager in Gorleben. Rund zwei Dutzend Demonstranten überwanden gegen 9.30 Uhr die Polizei-Absperrungen und ließen sich vor Eingang und Einfahrt der NRW-Landesvertretung in Berlin ... nieder. Sie hielten Schilder mit der Forderung "Atomkraftwerke abschalten" und "Hört auf mit dem Müll" in die Höhe.

Die Koalitionäre ließen die Straße räumen und vermieden so, zwischen den Sitzenden hindurch zu gehen. Luise Neumann-Cosel, Sprecherin der Anti-Atom-Organisation ".ausgestrahlt", kommentierte die Aktionen der Atomkraftgegner in Berlin und Gorleben: "An unserem Protest führt kein Weg vorbei. Wer AKW-Laufzeiten verlängert und einen undichten Salzstock zum Endlager ausbaut, muss sich auf Widerstand einstellen, der nicht so einfach von der Stelle weicht. Wenn die künftige Regierung diesen unbequemen Konflikt vermeiden will, muss sie Atomkraftwerke stilllegen.

Die heutige Aktion und ihre polizeiliche Räumung hat nur einen Vorgeschmack auf die Auseinandersetzung geliefert. die die Atomkraftfreunde provozieren. Schon vor Regierungsantritt tragen die künftigen Koalitionäre den von ihnen initiierten Atomkonflikt mit Polizeihilfe aus." (...)