Umwelt

Weltweite emissionsfreie Energieversorgung bis 2030 möglich

Wilhelmshaven (Korrespondenz), 28.11.09: Die US-Umweltwissenschaftler Mark Z. Jacobson und Mark A. DeLucchi veröffentlichen in der Dezember-Ausgabe von "Spektrum der Wissenschaften" einen "Plan für eine emissionsfreie Welt bis 2030". Sie führen an, dass Wind, Sonne und Wasser mindestens die 36-fache Energiemenge an zugänglichen Standorten liefern können wie für 2030 an Bedarf prognostiziert ist. In der Artikelzusammenfassung heißt es weiter: "Die Autoren haben einen Plan zur Umstellung des weltweiten Energiesystems auf regenerative Quellen bis 2030 entwickelt. Er sieht 3,8 Millionen Windturbinen, 90 000 große Solaranlagen, zahlreiche Erdwärme-, Wasser- und Gezeitenkraftwerke sowie Fotovoltaikmodule auf allen dafür geeigneten Dächern vor."

Entgegen der Behauptung, das sei nicht finanzierbar, kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis: "Schon im Jahr 2020 würde derart erzeugte Energie einschließlich ihres Transports zu den Verbrauchern weniger kosten als die veranschlagten 5,5 Eurocents pro Kilowattstunde bei herkömmlichen Kraftwerken."

Demgegenüber heizen die Energiemonopole durch Verwendung von Kohle, Öl und Erdgas für Stromerzeugung, Verkehr usw. die sich anbahnende Klimakatastrophe weiter an. In deren Interessen verhindern die führenden imperialistischen Länder wirkungsvolle Maßnahmen zum Klimaschutz.

Eine aktive, kämpferische Umweltbewegung muss durchsetzen, was längst möglich und zum Erhalt einer lebenswerten Welt dringend nötig ist: Eine Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe und ohne die hoch riskanten Atomkraftwerke, allein mit Wasser, Wind und Sonne.