Betrieb und Gewerkschaft

Daimler-Streik: "Bei uns im Werk Hamburg gibt es große Solidarität!"

04.12.09 - Die Nachtschicht der C-Klasse Hinterachs-Montage im Daimler-Werk Hamburg schickt folgende Solidaritätsadresse:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen,

euer Streik ist genau die richtige Antwort auf die Pläne des Daimler-Vorstands, die neue C-Klasse nach Bremen und ins Ausland zu verlagern und so in Sindelfingen 4.500 Arbeitsplätze zu vernichten. Bei uns im Werk Hamburg gibt es eine große Solidarität mit eurem Streik. Es gibt aber auch heftige Auseinandersetzungen. Sie sagen uns, wir würden von der Verlagerung profitieren, weil wir dann mehr Achsen für die C-Klasse in Bremen bauen. So wollen sie uns davon abhalten, mit euch zusammen zu kämpfen.

Aber in Wirklichkeit profitiert davon nur der Konzern. Bei jedem neuen Modell sollen wir mit unseren Mettinger Kollegen um die Vergabe der Achse konkurrieren. Und jedes Mal versucht der Vorstand dabei Lohnverzicht und Samstagsarbeit von uns zu erpressen. Nur wenn wir wie 2004 konzernweit gemeinsam kämpfen, können wir den Erpressern das Handwerk legen.

Sie sagen, dass es für euren Streik gar keinen Grund gäbe, weil der Vorstand doch zugesagt hat, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird. 2004 hat man uns das auch versprochen und seitdem wurden in Deutschland 20.000 Arbeitsplätze vernichtet. Ob durch Abfindung oder ohne - jeder dieser Arbeitsplätze fehlt unseren Kindern. Dem Vorstand kann man nicht trauen, wenn es um die Sicherheit unsere Arbeitsplätze geht. Deshalb ist euer Kampf um jeden Arbeitsplatz genau richtig.

Wir wünschen euch viel Erfolg in eurem mutigen Kampf, der auch der unsere ist.

Die Nachtschicht der C-Klasse Hinterachs-Montage im Werk Hamburg."