Politik

Stuttgart: Jugendbündnis ergreift Initiative für Demo gegen Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr

Stuttgart: Jugendbündnis ergreift Initiative für Demo gegen Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr

Stuttgart (Korrespondenz), 02.12.09: Rund 1.000 Menschen, mehrheitlich Jugendliche, demonstrierten am Samstag, 28. November, gegen die Verlängerung des Mandats der Bundeswehr in Afghanistan und forderten den Abzug aller Truppen aus Afghanistan. Auch die MLPD hatte sich am Bündnis beteiligt und mit dazu aufgerufen. Der Aufruf kritisierte überzeugend die Kriegslügen und deckte die tatsächlichen Interessen der imperialistischen Mächte am Hindukusch auf.

Neu war, dass die Initiative von einem Jugendbündnis ausging, das im Sommer in Stuttgart gegründet wurde, dem "Offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung", das großen Wert auf breite Mobilisierung legt, z.B. früh morgens an S-Bahnstationen, vor Schulen, an der Uni. Auch die "alte Friedensbewegung" vom Friedensnetz Baden-Württemberg war vertreten.

Im Vorfeld hatte es intensive Auseinandersetzungen über den Charakter der Demonstration gegeben, die Genossen der DKP als Friedensdemo mit "gewaltfreiem" Charakter definieren wollten, während die jungen Leute der OTKM betonten, dass die Gewalt und Provokation ständig von der Polizei ausgehe und sie sich das nicht gefallen lassen, sondern sich wehren würden, falls es dazu komme.

Auf der Grundlage gemeinsamer Spielregeln, um die gerungen wurde, fand dann die Demo gemeinsam und auch ohne Zwischenfälle statt, obwohl allein schon der Aufmarsch von Hundertschaften schwer bewaffneter und gepanzerter Polizisten eine Provokation war.