Jugend

Jugendverband REBELL grüßt die kämpfenden Daimler-Arbeiter

07.12.09 - In einer Solidaritätserklärung der Verbandsleitung des Jugendverbands REBELL an die Sindelfinger Daimler-Arbeiter und -Arbeiterinnen heißt es:

Liebe Daimler-Arbeiterinnen und -Arbeiter, liebe Azubis,

Wir, vom Jugendverband REBELL solidarisieren uns voll und ganz mit eurem Streik um die Produktion der C-Klasse in Sindelfingen und um jeden Arbeitsplatz. Jeder Arbeitsplatz, der durch Entlassungen, Rationalisierung, Abfindungen, Frührente oder durch die so genannte "natürliche Fluktuation" abgebaut wird, fehlt der Jugend, euren Kindern und Enkelkindern. Wir haben heute schon in Deutschland 500.000 jugendliche Arbeitslose.

Ein Großteil der Beschäftigten unter 30 Jahren arbeitet in Leiharbeit, mit befristeten Verträgen und anderer Arbeit von der man kaum leben kann. Aber so stellen wir uns unsere Zukunft nicht vor. Wir wollen nicht die Generation Leiharbeit sein, sondern die Generation Widerstand!

Dabei müssen und wollen wir von euch Arbeitern lernen, wie man richtig kämpft. Ihr seid mit eurem Kampf ein Vorbild für die Jugend: den Arbeiterstandpunkt einnehmen und konsequent dafür eintreten. Erfahrung, Ausdauer, Hartnäckigkeit – das kann die Jugend von euch lernen. Aber der Motor für so einen Kampf ist die Einheit von Jung und Alt.

Deshalb ist es genau richtig, die Azubis voll miteinzubeziehen. Die Erziehung im Kampf ist die wichtigste Ausbildung für die Zukunft, das wird immer deutlicher. Den Azubis in Sindelfingen wurde verboten mit euch zu streiken. Das dürfen wir nicht zulassen. Die Azubis müssen aus den Lehrwerkstätten geholt werden!

Die Arbeitsplätze für die Jugend, für die Zukunft, das ist ein weltweites Problem und Anliegen der Arbeiter. Deswegen dürfen wir uns nicht in die Konkurrenz zwischen den Werken im In- und Ausland jagen lassen. Ihr habt unsere Solidarität gewiss für einen konzernweiten Kampf. So seid ihr dem Vorstand überlegen!

Wir stehen praktisch an eurer Seite und organisieren die Solidarität unter den Jugendlichen der Bildungsproteste und in den Stadtteilen.

Mit solidarischen Grüßen