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02.01.10 - Island: Rückzahlung von Milliardenschulden gestoppt

Ein vom isländischen Parlament bereits beschlossenes Gesetz sieht die schrittweise Zahlung von fast vier Milliarden Euro an die Hauptgläubiger Großbritannien und Niederlande in den kommenden 14 Jahren vor. Die Schulden stammen aus dem Kollaps der führenden isländischen Banken zu Beginn der Weltfinanzkrise Ende 2008. Gegen ihre Rückzahlung, die die Masse der Bevölkerung unter anderem mit höheren Steuern und staatlichen Kürzungen bezahlt, gab es erneut wütende Proteste. Mehr als zehn Prozent der Gesamtbevölkerung haben sich per Unterschrift dagegen ausgesprochen. Jetzt hat Islands Präsident Ólafur Ragnar Grímsson die Ratifizierung des Gesetzes voräufig verweigert.