Umwelt

Bereits über 50.000 Tote in Haiti

16.01.10 - In den Trümmern der Hauptstadt Port-au-Prince wurden bisher bereits über 50.000 Leichen geborgen, es wird mit einem Anstieg der Zahl der Todesopfer auf bis zu 200.000 gerechnet. Elisabeth Byrs, UN-Beauftragte zur Koordinierung der Hilfsmaßnahmen, kennzeichnete das Erdbeben als bislang größte Naturkatatsrophe, mit der die UN konfrontiert sei. Die öffentlichen Verwaltungs- und Regierungsstrukturen sind durch das Beben weitgehend vernichtet, in der 134.000 Einwohner zählenden Stadt Leogane sind 90 Prozent aller Gebäude zerstört.

Die Zerstörungen in der Hauptstadt ermöglichten auch 6.000 Menschen die Flucht, die in Gefängnissen lebenslang eingesperrt werden sollten, viele von ihnen aktive Teilnehmer an den bewaffneten Revolten gegen die Regierung in den vergangenen Jahren. Immer mehr Menschen protestieren gegen die schleppend angelaufene Hilfe und dass nicht sofort die Wasserversorgung für die Bevölkerung sichergestellt wird.

US-Militär hat inzwischen den Flughafen von Port-au-Prince besetzt, der Flugzeugträger "Carl Vinson" mit Tausenden Soldaten an Bord ist vor der Küste eingetroffen. Unter dem Vorwand angeblicher humanitärer Hilfe versucht der US-Imperialismus eine völlige Destabilisierung des reaktionären, von den USA und Frankreich abhängigen Regimes als Folge der Katastrophe zu verhindern.