Politik

Zossen: Neofaschist gesteht Brandanschlag

Berlin (Korrespondenz), 30.01.10: Ein Daniel S. hat gegenüber der Polizei ein Geständnis abgelegt, den Brandanschlag auf das "Haus der Demokratie" im brandenburgischen Zossen verübt zu haben. Er hat auch die neofaschistische Motivation der Tat zugegeben.

Auf Nazi-Internetseiten war gegen das Haus und seine Betreiber in den letzten Monaten massiv gehetzt worden, der Sprecher der Bürgerinitiative, Jörg Wanke, war immer wieder bedroht worden. In dem "Haus der Demokratie" befand sich eine Ausstellung über das jüdische Leben in Zossen.

Die "Bürgerinitiative Zossen zeigt Gesicht" hatte das Haus erst im September 2009 eröffnet, bereits kurz danach hatten Unbekannte das Gebäude mit Hilfe eines Pulverfeuerlöschers verwüstet und Scheiben eingeschlagen. Die Initiative warnt seit langem vor sogenannten "Freien Kameradschaften" in Zossen.

Angesichts der Überführung eines Täters wird auch schon an Legenden gestrickt. So gibt es bereits Äußerungen aus den Reihen der Neonazis, es handle sich bei dem Brandstifter um einen Außenseiter. Das Schema "Es war ein Einzeltäter" ist inzwischen nur zu gut bekannt. Für das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!