Betrieb und Gewerkschaft

Solidarität gegen die drohende Schließung des Werk 8 von Behr in Stuttgart-Feuerbach

Stuttgart (Korrespondenz), 02.02.10: Heute Nachmittag protestieren Kolleginnen und Kollegen der Firma Behr in Stuttgart-Feuerbach gegen die drohende Schließung Werk 8. Insgesamt 165 Beschäftigte haben dazu einen Aufruf unterschrieben, der sich auch an andere Betriebe wendet. Darin wurde zur Solidarität und weiteren Aktionen aufgerufen. Wir bringen einen Auszug:

"Ihr habt vielleicht gehört, dass das Werk 8 von Behr in Stuttgart-Feuerbach geschlossen werden soll. Damit würde die letzte Produktionsstätte von Behr in Stuttgart verschwinden. Wir wissen, dass wir nicht die einzigen sind ... (unter anderem Verlagerung C-Klasse bei Daimler in Sindelfingen, Produktionsvelagerung bei KBA, drohende Entlassungen im Maschinenbau bei Mahle usw.) 

In den meisten Fällen sollen vor allem Produktionsarbeitsplätze vernichtet werden, aber nicht nur. Auch bei Behr sollen weitere 300 Arbeitsplätze in Verwaltung, Vertrieb und Entwicklung in Stuttgart und weitere 150 in Kornwestheim gestrichen werden. 

Wir müssen um alle Arbeitsplätze kämpfen, aber wir wissen, dass ohne die Arbeiter und Arbeiterinnen in der Produktion der gewerkschaftliche Kampf sehr schwer wird. Die Belegschaft vom Werk 8 war immer mit dabei ...

Der jetzige Angriff der Behr-Geschäftsführung ist sehr entschlossen. Schon vor der Betriebsversammlung am 1. Dezember haben sie uns Securities ins Werk geschickt und die Chefs kamen nur noch mit Body-Guards ins Werk. Sie werden nicht müde, uns zu erklären, dass es keine Alternative zur Schließung gäbe.

Aber wir sind auch entschlossen! Wir werden die Schließung nicht akzeptieren! Weil schon durchgesickert war, was sie vorhaben, sind wir zur Betriebsversammlung nicht mit Bussen gefahren. Wir sind gemeinsam über die Heilbronnerstr/ B10/B27 zum Pragsattel gelaufen. Der Verkehr kam zum Erliegen. Aber wir wissen, dass wir diesen Kampf nicht alleine gewinnen können. Nicht als Werk 8 und nicht als Behr-Belegschaft. Wir brauchen Eure Solidarität!

Wir selbst werden am 26. Februar zu KBA kommen und auch zu jeder Aktion, zu der andere Belegschaften aufrufen. Heute ist es wichtiger als jemals, dass unsere Gewerkschaft die gesamte Kraft bündelt! Wenn wir gemeinsam kämpfen, werden wir gemeinsam siegen!