Kultur

Trauer um Alistair Hulett

Berlin (Korrespondenz), 01.02.10: Alistair Hulett ist am 28. Januar in Glasgow im Alter von 58 Jahren gestorben. Am 5. Januar wurde er ins Krankenhaus eingeliefert unter dem Verdacht einer Lebensmittelvergiftung. Doch es stellte sich heraus, dass ein Karzinom sich sehr schnell und unaufhaltsam ausgebreitet hatte.

Er war Sänger, Liedermacher, revolutionärer Sozialist. Alistair hat mit eigenen und überlieferten schottisch-irischen Folksongs die Kultur der internationalen Arbeiterbewegung bereichert. In Konzerten von Gewerkschaftern, der Anti-AKW-Bewegung, der MLPD und der Linkspartei, bei mehreren Pfingstjugendtreffen sowie in Clubs und Pubs in Ost und West hat er gesungen.

Seine Frau Fatima schreibt: "Alistair war ein liebenswürdiger, sanftmütiger Mann, der sich verpflichtet fühlte, für eine bessere Welt zu kämpfen, eine Welt der Gerechtigkeit, der Gleichheit, der Liebe und des Respekts voreinander. ... Er hinterlässt mit seiner Musik ein großartiges Erbe, das weiterhin alle begeistern wird, die – wie er selbst – daran glauben, dass eine bessere Welt möglich ist."

Die Beerdigung findet am 5. Februar in Glasgow (Linn Crematorium in Lainshaw Drive) statt. Wer auf Youtube nach seinem Namen oder Roaring Jack sucht, findet unter anderem eins seiner Meisterstücke: die Interpretation der "Internationale" und Stücke aus der Folk-Punk-Periode.