Politik

Protestaktion gegen Kürzungen im Kinder- und Jugendbereich in Mannheim

Mannheim (Korrespondenz), 06.02.10: Der OB der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz, hatte in seinem Etatentwurf im Dezember 2009 bereits angekündigt, aus den sechs Jugendhäusern nur noch "Jugendtreffs" machen zu wollen: d.h. von drei Planstellen je Jugendhaus sollen 1,5 gestrichen werden. Einsparpotenzial angeblich 750.000 Euro: "Sachzwänge..."! Dieser SPD-Oberbürgermeister ist jedoch vor gut einem Jahr angetreten mit der Zusicherung, nichts im Kinder- und Jugendbereich streichen bzw. einsparen zu wollen: "Was geht mich mein dumm Geschwätz von gestern an ..."

Das wollten aber ca. 250 Kinder, Jugendliche und ihre Betreuer so nicht stehen lassen. Nachdem am 2. Februar die Parteien ihre Etatreden halten, trafen sich alle vor dem Stadthaus, um ihrem Protest lauthals Ausdruck zu verleihen. Es ist den meisten klar, dass dies erst der Anfang ist, auch wenn alle hoffen, dass die Streichungen (jetzt) nicht kommen werden.

Aber der Weg dahin, dass Kürzungen dieses Ausmaßes überhaupt nicht stattfinden, kann nur heißen: Organisiert Euch! Macht mit z.B. bei der Montagsdemo. Diese war mit zwei Transparenten erschienen und forderte die verschiedenen Gruppen und Personen auf, sich daran zu beteiligen. Die kämpferische Stimmung unter allen Beteiligten war prächtig. Bleibt zu hoffen, dass aus Wut endlich aktiver Widerstand wird!