International

Solidaritätsaktionen mit den Tekel-Arbeitern in der Türkei

08.02.10 - Aus verschiedenen Städten erreichen uns Korrespondenzen über Aktionen zur Solidarität mit den streikenden Arbeitern des staatlichen Tabakkonzerns Tekel in der Türkei. In einem Bericht aus Hamburg heißt es:

"Am Samstag Nachmittag, 30. Januar, fand in Altona in Schnee und klirrender Kälte eine gut besuchte Kundgebung zur Solidarität mit dem Kampf der Arbeiter von Tekkel statt. Ca. 80 Teilnehmer aus verschiedensten Migrantenorganisationen wie ADHK, AGIF, ATIF, Deköp und anderen sowie eine Delegation der MLPD und eine Verdi-Vertrauensfrau erklärten ihre Solidarität mit dem berechtigten Anliegen der Kolleginnen und Kollegen in der Türkei. Das war wichtig, weil in den Massenmedien immer noch wenig über diesen Kampf berichtet wird.

Der Zeitpunkt war ebenfalls passend, weil gleichzeitig die Busfahrer unter anderem vom Pinneberger Verkehrsverbund einen Tarifkampf führen, der sich gegen derartig niedrige Löhne richtet, dass die meisten sich und ihre Familien schon gar nicht mehr ohne staatliche Zusatzleistungen bzw. Hartz IV versorgen können."

Und aus Darmstadt wird berichtet: "Am 5. Februar um die Mittagszeit organisierte das Darmstädter Solidaritäts-Komitee, ein Bündnis, in dem verschiedene fortschrittliche türkisch-kurdische und deutsche Organisationen mitmachen, die Solidarität, indem es den Streik unter den Passanten auf dem Luisenplatz bekannt machte. Es erreichte viele, die an den Straßenbahn- und Bus-Haltestellen warteten. Das Komitee sammelte weiter Geld, nachdem in Darmstadt und Umgebung schon eine hübsche vierstellige Summe zusammen gekommen und den Kollegen von einem Abgesandten übergeben worden war.

In Redebeiträgen wurde das einheitliche Vorgehen von Regierung und Konzernen betont, das international die gleichen Gesetzmäßigkeiten des knallharten Konkurrenzkampfes hat: ... Deshalb geht der Streik bei Tekel nicht nur die Kollegen und Familien in der Türkei an, sondern auch die Deutschen, die Darmstädter. (...) Anschließend an die Aktion auf dem Luisenplatz wurde sehr solidarisch diskutiert, wie die nächste Aktion verbessert werden könnte."

In Berlin ist für Mittwoch, 10. Februar, eine weitere Kundgebung um 17.00 Uhr am Kottbuser Tor geplant. Sie wird organisiert vom "Solidaritätskomitee mit TEKEL-Beschäftigten Berlin"