International

Demonstration für die Solidarität mit dem Kampf der Tekel-Arbeitern in der Türkei

Berlin (Korrespondenz), 02.03.10: Für den 28. Februar hatte der türkische Staat angedroht, das Streikcamp der TEKEL-Arbeiter in Ankara zu räumen. Aus diesem Anlass und um die uneingeschränkte Solidarität auszudrücken, fand am diesem Sonntag in Berlin eine Demonstration statt. Organisiert wurde sie vom TEKEL-Solidaritätskomitee, in dem neben türkischen und kurdischen Organisationen auch REBELL und MLPD mitarbeiten.

Rund 400 Menschen folgten dem Aufruf zu einer sehr kämpferischen Demonstration, die auf dem Weg von Neukölln nach Kreuzberg viel positive Resonanz von Passanten und Anwohnern fand. An der Spitze der Demo hinter dem Lautsprecherwagen auch eine Gruppe kämpferischer Daimler-Kollegen aus Berlin-Marienfelde mit ihrem Transparent für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.

Schon die Auftaktkundgebung war von einer engen Zusammenarbeit zwischen Migranten- und deutschen Organisationen geprägt. Ob kurdisch, türkisch oder deutsch, viele Reden, ob vom Lautsprecherwagen oder dem Offenen Mikrofon, wurden in die unterschiedlichen Sprachen übersetzt und von den Anwesenden aufmerksam verfolgt.

Dieter Ilius vom Zentralkomitee der MLPD betonte in seiner Ansprache, dass der Kampf der TEKEL-Arbeiter ein Teil unseres internationalen Kampfes gegen kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung sei: "Was die Herrschenden umtreibt, ist die Angst, dass solche Kämpfe wie bei Tekel Schule machen, nicht nur in der Türkei, sondern international." Die Musikgruppe Nümmes, Rapper Talu und verschiedene andere türkische und kurdische Musiker sorgten für ein begeisterndes Kulturprogramm.

Auf der Abschlusskundgebung am Kottbusser Tor wurden wir über Handy direkt aus Ankara von einem dortigen Kollegen über die Situation im Streikcamp informiert. Die Berliner Demonstranten verabredeten, am Tag der Räumung sich um 17 Uhr am Kottbusser Tor zu treffen, um entsprechend zu protestieren. Ansonsten finden, wie in den vorigen Wochen, weiterhin jeden Mittwoch Solidaritätskundgebungen statt.