Betrieb und Gewerkschaft

Frank Oettler: Teilerfolg beim Landesarbeitsgericht

Halle/Saale (Korrespondenz), 10.03.10: Im Prozess des Straßenbahnfahrers Frank Oettler gegen den HAVAG-Vorstand vor dem Landesarbeitsgericht in Halle fällten am gestern Nachmittag die Richter ihr Urteil: Die Kündigung bleibt unwirksam, aber der Weiterbeschäftigung wird aufgrund einer weiteren wirksamen zweiten Kündigung nicht zugestimmt.

Damit ist der Weg, die Weiterbeschäftigung des Straßenbahnfahrers durchzukämpfen, auch formaljuristisch weiter offen. Eine "erhebliche" Abfindungssumme, von der während der Verhandlung die Rede war, lehnte Frank Oettler ab. Er wolle zurück an seinen Arbeitsplatz und er werde Geduld haben, wie lange der Kampf auch dauere. "TV Halle" war mit einer Kamera dabei.

Das Urteil ist im Kampf um die Wiedereinstellung und Weiterbeschäftigung von Frank Oettler ein Teilerfolg. Es ist ein voller Erfolg der ungebrochenen Solidarität mit dem Straßenbahnfahrer und Betriebsratsmitglied der HAVAG, maßgeblich organisiert durch den Solidaritätskreis "Kollegenhilfe". Die 35 Teilnehmer an der heutigen Gerichtsverhandlung waren sich einig, das sie in ihrer Unterstützung von Frank Oettler nicht nachlassen wollen, bis er wieder an seinem Arbeitsplatz zurückgekehrt sei und alle Kündigungen vom Tisch sind.

Glückwünsche und Solidaritätsschreiben bitte an den Solidaritätskreis "Kollegenhilfe" und an Frank Oettler: Solidaritätskreis Kollegenhilfe.net, E-Mail: Info@kollegenhilfe.net, E-Mail: FrankOettler@aol.com, Handy: 0174/2443885, Festnetz: 0345/9498814

Protesterklärungen bitte auch an den HAVAG-Vorstand: Hallesche Verkehrs-AG, Herrn Pietsch Herrn Girard, Freiimfelder Straße 74, 06112 Halle, E-Mail: post@havag.com, Tel.: 0345/5810