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Internationaler Frauentag: Trotz Eiseskälte "heiße Herzen für den gemeinsamen Kampf der Frauen auf der Welt"

Internationaler Frauentag: Trotz Eiseskälte "heiße Herzen für den gemeinsamen Kampf der Frauen auf der Welt"
Engagierte Diskussionen beim Internationalen Frauentag in Mannheim

09.03.10 - Nach dem Bericht aus Berlin haben wir weitere Korrespondenzen zum Internationalen Frauentag erhalten, die ein lebendiges Bild von der Vielvalt der Aktivitäten geben (siehe auch "Thema des Tages" von gestern).

Auch in Gelsenkirchen trafen sich zahlreiche Frauen schon am Samstag, den 6. März, auf der Bahnhofstraße zu einem mutmachenden und kraftvollen Auftakt zum diesjährigen Internationalen Frauentag: "Trotz Eiseskälte gab es keine 'kalten Füße', sondern heiße Herzen für den gemeinsamen Kampf der Frauen auf der ganzen Welt. Gemeinsam sind wir stark, dafür stand eine breite Beteiligung von Organisationen und Parteien: mit vielen gemeinsamen Forderungen und unterschiedlichen Schwerpunkten waren der Frauenverband Courage, Ver.di, Die Grünen, Die Linke, MLPD, Jugendverband Rebell mit den Rotfüchsen und Montagsdemonstranten vertreten. Frauen der IG BAU kamen mit ihrer lila Raupe zu Besuch, für 'Brot und Rosen' und existenzsichernde Löhne." Ein buntes internationales Programm begeisterte dann am Samstag Abend die rund 90 Gäste beim "Frauenpowerfest": "Von Flamenco und Capoeira bis zu einem leidenschaftlichen Gedicht einer afghanischen Frau, die den Abzug fremder Truppen aus ihrer Heimat forderte, reichte der Bogen. Mit einer "Modenschau aus dem Hause Baranowski" nahm der Frauenverband Courage die kommunale Haushaltssituation in Gelsenkirchen und ihre Auswirkungen für die Frauen und Familien aufs Korn."

Zwischen 70 und 100 Frauen und Männer gestalteten gestern die Kundgebung zum Internationalen Frauentag in Frankfurt/Main auf der Hauptwache: "Spott erntete Alice Schwarzer für ihren Vorschlag, den Internationalen Frauentag abzuschaffen wegen seiner sozialistischen Wurzeln. Sie schlägt sich auf die Seite der neuen Familienministerin, die den Kampf gegen den 'Linksextremismus' auf ihre Fahne geschrieben hat. Eine Courage-Frau warb am Schluss noch mal für die internationale Vernetzung der Frauen an der Basis und für den Weltfrauentag 2011 in Venezuela."

50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Courage, dem Klimabündnis "Ja zur Energiewende", von DIDF, AGIF und MLPD waren in Mannheim trotz eisiger Kälte auf dem Paradeplatz anlässlich des internationalen Frauentags aktiv. Musik und Kurzreden wechselten sich ab: "Etliche Gespräche über (frauen)-politische Themen fanden am Stand von Courage bei heißer Suppe, Tee und Kaffee und Kuchen statt. Belegte Brote und Rosen und Tulpen rundeten das Angebot ab. Die Mannheimer Passanten und Passantinnen waren sehr aufgeschlossen und manch eine genoss die warme Suppe bei uns oder blieb bis abends zur Montagsdemo, die sich direkt an die Aktivitäten zum 8. März anschloss. Wir spürten in vielen Gesprächen, dass die Menschen aufgewühlt sind."

Beim schon tradtionellen "speaker corner" in Tübingen beteiligten sich mit Ständen und Redebeiträgen am offenen Mikrofon Courage, Verdifrauen und die Initiative der Hochschulsekretärinnen, SI, von den Studenten die marxistische Aktion Tübingen, MLPD und Linkspartei. Außerdem wurde von der 1. Tübinger Stadtkonferenz für die Weltfrauenkonferenz geworben.

Über 200 Frauen, Mädchen, Kinder, Jugendliche und Männer feierten bereits am 6. März ein wunderschönes, internationales Frauenfest in Esslingen. Der Alevitische Kulturverein und das Personenwahlbündniss "FÜR Esslingen" hatten die Initiative ergriffen und breit eingeladen. Die städtische Frauenbeauftragte und der Bürgermeister ließen sich entschuldigen.

In Augsburg demonstrierten am 8. März über 100 Frauen und Männer, darunter viele türkische Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Innenstadt: "Es war seit über zehn Jahren wieder die erste Demonstration zum Internationalen Frauentag in Augsburg. Aufgerufen zu der Demo hatte ein breites Bündnis unter der Losung '100 Jahre Frauentag - 100 nicht erfüllte Forderungen'. Courage und MLPD machten die Weltfrauenkonferenz 2011 bekannt, was auf viel Interesse stieß, zumal bisher nur wenige davon wussten. Bei der Abschlusskundgebung wurden dann Fackeln angezündet und nach einer kämpferischen Rede am Schluss noch gemeinsam getanzt."