Betrieb und Gewerkschaft

Daimler Marienfelde: Kämpferische Richtung bei Betriebsratswahl gestärkt

Berlin (Korrespondenz), 20.03.10: Die Betriebsratswahl im Daimler-Werk Berlin-Marienfelde hat mit einer relativ hohen Wahlbeteiligung stattgefunden. Diese ist wohl ein Ausdruck einer Politisierung, die auf vielen Erfahrungen mit der Standortpolitik und dem Co-Management der Betriebsrats-Spitze beruht, aber nicht zuletzt auch auf der Auseinandersetzung um die Kurzarbeit bei gleichzeitiger Verschärfung der Ausbeutung und somit auf einer entfalteten Auseinandersetzung im Vorfeld der Wahl.

Von etwa 2.700 Wahlberechtigten haben 2.128 ihre Stimme abgegeben, das entspricht etwa 79 Prozent. Bei 2.084 gültigen Stimmen sind auf die Alternative Offene Liste 526 Stimmen (25,2 Prozent) entfallen. Die Zahl der Sitze im Betriebsrat wird damit ausgebaut von drei auf fünf Mandate.

Die Kollegen der Alternative weisen darauf hin, dass die Liste "faire Basis" mit 110 Stimmen auch ein Mandat erringt. Die Kollegen dieser Liste sind ebenfalls zur kämpferischen Richtung zu zählen. Beide Listen zusammen haben einen Anteil von 30,5 Prozent der Stimmen.