Frauen

Frauentag auf der Schwäbischen Alb

Balingen (Korrespondenz), 15.03.10: Wie in den vergangenen Jahren auch hatten wir Frauen von Ver.di, vom Frauenverband Courage und der MLPD sowie einzelne Freundinnen den Frauentag gut vorbereitet. Am Samstag machten wir zusammen einen Stand auf dem Markt in Balingen. Bei eisigem Wind und heftigem Schneetreiben war das allerdings eine echte Herausforderung. Allerdings konnten wir viele Einladungen zu unserem Frauenkulturfest am 8. März verteilen, die einige zum Kommen bewegten. 

Ca. 65 Besucher und Besucherinnen erlebten am 8. März einen in vielerlei Hinsicht interessanten Abend. Den Auftakt machte die Trommelgruppe Tschakabum, dann kamen Frauen aus verschiedenen Ländern zu Wort. Frau Abanathy, Tochter eines Weggefährten von Martin Luther King, erzählte kenntnisreich und bewegend über das Leben schwarzer Frauen in den USA, über ihren aus der Not geborenen Mut und ihre Stärke. Sie berichtete aber auch über Diskriminierung und Missachtung als schwarze Frau hier in Deutschland.

Erstaunlich der Beitrag einer Französin: So ist in Frankreich die Frauenerwerbstätigkeit selbstverständlich und durch kostenlose Kinderkrippen und Ganztagsschulen auch möglich. Und so fragt man sich doch, warum uns hier immer erzählt wird, das wäre nicht zu finanzieren. 

Zum Schluss kam noch unsere Couragefrau Manuela zu Wort, die schilderte, wie schnell es gehen kann, dass man durch Entlassung, Billigjob und Krankheit alle Rücklagen verliert und plötzlich bei Hartz IV landet. Sie forderte auch dazu auf, sich zusammenzuschließen und gemeinsam zu kämpfen. Mit Begeisterung wurden dann die hawaiianischen Tänze der Balinger Hula-Gruppe verfolgt.

So wurde es ein rundum gelungener Abend. Eine Schwäche war allerdings, dass bei diesem prall gefüllten Programm nur wenig Zeit für längere Gespräche blieb und wir auch keinen Redebeitrag zur Weltfrauenkonferenz vorbereitet hatten.