Politik

Protesterklärung der DIDEF: Polizei greift Antifaschisten in Duisburg an

01.04.10 - "rf-news" dokumentiert dazu eine Protesterklärung der Migrantenorganisation DIDEF ("Föderation Demokratischer Arbeitervereine") vom 29. März:

Mehrere Dutzend Polizisten haben am Samstag am Rande einer antifaschistischen Demonstration drei Mitglieder von uns angegriffen und verletzt. Nach den Protesten gegen eine "Mahnwache" der NPD in Duisburg haben Polizisten eine Frau bewusstlos geschlagen und traten laut Augenzeugenberichten noch auf sie ein, als sie am Boden lag. Ihren Ehemann haben neun Beamte von hinten angegriffen und zu Boden geworfen. Während er von drei Polizisten festgehalten wurde, haben andere gegen seinen Kopf getreten, so Augenzeugen.

Vorausgegangen war ein Zwischenfall auf der Demonstration, bei dem ein Polizist die 28-jährige Tochter der Geschädigten an der Brust gepackt und nach hinten gestoßen hatte. Ein verbaler Streit folgte diesem Zwischenfall. Nach der Demonstration beschlossen unsere Mitglieder, in einer größeren Gruppe den Kundgebungsort zu verlassen. Die Gruppe wurde von 30 bis 40 Polizisten verfolgt. Ungefähr 500 bis 600 Meter vom Demonstrationsort entfernt, wurden die Polizisten plötzlich schneller, so Zeugen, danach kam es zu den Angriffen auf die Familie.

Bei den Attacken handelt es sich nicht um Aktionen einzelner Polizisten. Mehrere Dutzend Beamte waren an den Übergriffen beteiligt. (...) Wir protestieren aufs Schärfste gegen die Polizei-Angriffe und fordern eine lückenlose juristische Aufklärung des Vorfalles!