Umwelt

Duisburg-Wanheim: Bewohner wollen Bedrohungen durch Atomtransporte nicht länger hinnehmen

Duisburg-Wanheim: Bewohner wollen Bedrohungen durch Atomtransporte nicht länger hinnehmen

Duisburg (Korrespondenz), 12.04.10: Ca. 400 Menschen demonstrierten im Duisburger Stadtteil Wanheim am 10. April gegen die Bedrohungen durch die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) und die Atomtransporte. Verschärft wird die Lage dadurch, dass der Stadtteil insgesamt fast fünf Stunden am Tag durch herunter gelassene Bahnschranken abgeriegelt ist, auf der anderen Seite liegt der Rhein.

Durch die in der Regel 50 Waggons langen Güterzüge, die meisten von und zum Hüttenwerk HKM (früher Mannesmann Huckingen), bleiben die Schranken teilweise bis zu 40 Minuten am Stück unten. Dies bedeutet auch bei gesundheitlichen Notfällen wie auch bei Atomunfällen, dass Hilfe für den Stadtteil sehr lange verzögert wird.

Das wollen die Bewohner nicht mehr hinnehmen. Unterstützung kam auch von der Bürgerinitiative gegen das Atommüll-Lager in Ahaus. Aufgerufen wurde zum großen Aktionstag am 24. April gegen die Atomindustrie und auch zur Demo "Klimaschutz statt Kohleschmutz" am 18. April von Duisburg-Walsum (neues Kohlekfraft, 14 Uhr) zum geplanten Kohlehafen in Voerde.