Betrieb und Gewerkschaft

Am 28. April in München: Demonstration bei der Siemens-Aufsichtsratssitzung

München (Korrespondenz), 26.04.10: Die Siemens-Beschäftigten in Bad Neustadt setzen ihren Protest gegen die Vernichtung von 840 Arbeitsplätzen im Elektromotorenwerk mit einer Demonstration während der Aufsichtsratssitzung am 28. April in München fort. Die Kollegen haben klar gemacht, dass es keinesfalls um einen sogenannten "sozialverträglichen" Abbau von Arbeitsplätzen gehen kann. Ihnen geht es darum, dass die Jugendlichen in der Region Arbeitsplätze brauchen.

Über Angebote wie verbesserte Alterszeitbedingungen zu verhandeln, schafft keine Arbeitsplätze für die Jugend. Auch die Ankündigung, 100 Arbeitsplätze durch die Ansiedlung eines Siemens-Technologiezentrum in Neustadt zu schaffen, ist kein Ersatz für die bedrohten 840 Arbeitsplätze.

Die Kolleginnen und Kollegen werden nicht alleine in München stehen. Auch die Beschäftigten bei Siemens IT and Solutions (SIS) in Bayern wollen sich der Demonstration anschließen und hoffentlich viele Kolleginnen und Kollegen aus den Siemens-/Infineon-Werken sowie anderen Betrieben in München und der Region.

Von Woche zu Woche wachsen die Montagsspaziergänge der SIS-Beschäftigten gegen ihre Ausgliederung von Siemens. In Fürth und Nürnberg waren es letzten Montag 350 Teilnehmer. In Braunschweig fand die achte Montagsaktion statt, in Paderborn mit 500 Beteiligten bereits die 17. Demonstration.

Protest- und Solidaritätserklärungen aus allen Siemens-Belegschaften sind wichtig. Sie können an die IG Metall Schweinfurt bzw. Ortsverwaltungen der IG Metall geschickt werden oder an die Bezirksleitung Bayern der IG Metall (Kopie jeweils auch an redaktion@rf-news.de).