Politik

Breiter Widerstand gegen faschistische Provokationen am 8. Mai

Wiesbaden (Korrespondenz), 08.05.10: Heute, am Tag der Befreiung von Hitlerfaschismus und Krieg, versuchen Faschisten unter anderem der NPD, mit Kundgebungen und so genannten "Trauermärschen" ihre demagogische Hetze zu verbreiten. In Wiesbaden wurde ein Aufmarsch der NPD-Jugend im Stadtteil Erbenheim genehmigt, gegen den sich eine breite Aktionseinheit von 58 Organisationen und vielen Einzelpersonen gebildet hat, über 3.000 Antifaschisten werden zu einer Gegendemonstration erwartet.

Die Faschisten treten unter der betrügerischen Parole "Gegen Folterknechte und US-Kriegstreiber" auf und protestieren offiziell gegen das geplante europäische Hauptquartier der US-Armee in Erbenheim.

In einer Erklärung des antifaschistischen Bündnisses hieß es am Mittwoch: "Wenn der Naziaufmarsch nicht verboten wird, liegt es erst recht am Engagement der Bürgerinnen und Bürger, sich den Nazis entgegenzustellen." Ihr Vorbild ist Mainz: Vor einem Jahr scheiterte eine NPD-Demo in der Stadt daran, dass sich den Faschisten schon am Mainzer Bahnhof eine erdrückende Überzahl an Gegendemonstranten in den Weg stellte - der Nazi-Aufmarsch musste daraufhin abgeblasen werden.

Auch in München, Berlin-Neukölln, Brandenburg-Havel und in Rheinland Pfalz haben sich Antifaschisten zusammengeschlossen, um die Faschisten-Aufmärsche zu unterbinden.