Politik

Montagsdemosplitter vom 06.05.10: Internationale Solidarität ist angesagt!

Auf vielen Montagsdemos wird gegenwärtig mit einer regelrechten Gegenaufklärung die bundesdeutsche Medienhetze gegen das griechische Volk zurechtgerückt. Mit den »Zahlungen« an Griechenland geht es um kein einziges Geschenk. Ganz im Gegenteil, erklärte Montagsdemonstranten in Recklinghausen, "das Ganze ist ein ‚Erpressungsszenario-Kredit-Konzept‘ gegen das griechische Volk." Die Renten liegen dort durchschnittlich unter 600 € und die Kreditauflagen sehen neben vielen anderen Schlechtigkeiten vor, dass diese nun weiter gesenkt werden müssten. Auch in Görlitz erklärten sich die Montagsdemonstranten deshalb mit dem Protest des griechischen Volkes solidarisch. Und in Esslingen erklärte ein Redner am offenen Mikrofon, dass hier versucht werde, das griechische Volk dafür verantwortlich zu machen, dass die Krisenlasten auf uns abgewälzt werden müssten.

Stolz wurde an vielen Orten über die erfolgreiche Beteiligung vieler Montagsdemon­strationen an den 1. Mai-Demonstrationen und -kundgebungen berichtet. In Rotterdam wurden 1. Mal-Demonstranten von der Polizei mit Pferden, Hunden und Stangen gejagt. Einstimmig verabschiedeten die Montagsdemos Hamburg und Dortmund Solidaritätsresolutionen an das 1. Mai-Komitee in Rotterdam. In Dortmund zudem noch an den Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, der sich in Berlin unter die antifaschistischen Blockierer gegen die Neonazis eingereiht hatte. Und schließlich noch eine weitere Solidaritätserklärung an die  Montagsdemo in Frankfurt gegen die Verleumdungsanzeige. (Rf-news berichtete).

In Saarbrücken schlugen die Montagsdemonstranten einem Filmteam, das nebenan für eine neue Tatort-Serie drehte, dessen Bitte ab, die Montagsdemo heute woanders durchzuführen. Vielmehr könnten sie gerne die Montagsdemo als »authentischen Bezug« einbauen. Und für ihr Angebot von 20 € Entschädigung bekam das Filmteam von der der Montagsdemo-Spendensammlerin ganz einfach zu hören: »Wir sind unbestechlich«.