Umwelt

"Wir fordern eine strenge Bestrafung der Umweltverbrecher!"

05.05.10 - Wir dokumentieren ein Statement des umweltpolitischen Sprechers der MLPD zur Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko:

Die von der explodierten Bohrinsel des BP-Konzerns im Golf von Mexiko ausgehende Umweltkatastrophe hat das Potenzial, eine der größten regionalen Umweltkatastrophen der Menschheitsgeschichte zu werden. Sie ist auch eines der größten Umweltverbrechen unserer Zeit. Die Obama-Regierung hatte die hochriskanten und fahrlässigen Tiefbohrungen nach Öl im Golf von Mexiko, vor denen Fachleute und Umweltschützer eindringlich gewarnt hatten, wieder erlaubt, mit der heuchlerischen Begründung, ohne dieses "Entgegenkommen" würde die notwendige Senatsmehrheit für das völlig unzureichende "Klimaschutzgesetz" Obamas nicht zustande kommen. 

Die empfindichen Ökosysteme der Weltmeere sind eines der wichtigsten Puffersysteme zur Speicherung von CO2 und verzögern damit noch den Übergang in die Klimakatastrophe. Noch kann niemand wissen, welche Folgen die Ölkatastrophe im Golf für diesen sensiblen Prozess hat. Der ganze Vorfall zeigt, dass Deals mit den Öl- und Energiekonzernen und Unterordnung unter die Ziele der internationalen Übermonopole ein einziger Verrat am wirklichen Umweltschutz sind. 

Wir fordern eine strenge Bestrafung der schuldigen Umweltverbrecher bei Staat und Konzernen, eine vollständige Entschädigung der vielen tausend Menschen, die durch diese Katastrophe ihre Existenz verlieren. Wir erklären allen Opfern dieses unsäglichen Umweltverbrechens unsere volle Solidarität und unser Mitgefühl und hoffen, dass wir schnell Fortschritte machen in der Organisierung eines gemeinsamen und internationalen Kampfes zur Rettung der Umwelt vor der Profitgier der Monopole. Das kapitalistische System ist zu einer dramatischen Lebensgefahr für die ganze Menschheit geworden, es gehört auf den Schrottplatz der Geschichte! 

Dr. med. Günther Bittel, umweltpolitischer Sprecher der MLPD