International

Demonstrationen verurteilen Massaker gegen Solidaritätsschiffe für den Gaza-Streifen

07.06.10 - In vielen Städten weltweit gehen seit Tagen die Menschen auf die Straße und drücken ihre Abscheu gegen das Massaker der israelischen Marine und ihre Solidarität mit dem Befreiungskampf des palästinensischen Volkes aus. Wir bedanken uns bei den Korrespondenten, die uns von kämpferischen Aktionen in Deutschland berichteten, an denen sich auch die MLPD -unter anderem mit Rednern auf den Kundgebungen - beteiligte.

Zwischen 2.000 und 3.000 Menschen sind in Stuttgart am Samstag, 5. Juni, dem "Aufruf palästinensicher und arabischer Vereine sowie Freunde und Unterstützer in Deutschland" gefolgt, gegen Israels Militärangriff auf die Gaza-Hilfsflotte zu demonstrieren.

Etwa 700 Teilnehmer hatte am Samstag die Demonstration in Düsseldorf mit den Forderungen nach dem Ende der Blockade, nach Verfolgung der für die Piraterie und Entführung verantwortlichen Politiker und Militärs. Auch ein Ende der deutschen Waffenlieferungen an Israel sowie eine Verurteilung der israelischen Aggression durch Bundesregierung und EU wurde gefordert.

Am Samstag marschierten in Berlin 1.000 bis 1.500 Menschen vom Herrmannplatz in Neukölln bis Mariannenplatz in Kreuzberg. Aufgerufen hatte das Bündnis "friko", in dem nach deren eigener Aussage 160 Organisationen vertreten sind. Die MLPD gehörte zum Trägerkreis und war mit Lautsprecher und Reden deutlich  im Zug vertreten. 

In Magdeburg fand auf Initiative der MLPD eine Kundgebung mit offenem Mikrofon statt, an der 40 Personen teilnahmen. In Duisburg beteiligten sich am 5. Februar 800 an einem sehr kämpferischen Zug durch die Stadt mit Abschlusskundgebung im Stadtteil Hochfeld. 

Die Migrantgenorganisation von Arbeiterinnen und Arbeitern aus der Türkei (ATIK) erklärt in einer aktuellen Pressemitteilung vom Sonntag, dass dieses Massaker als "eine Abschreckung der Weltbevölkerung" gedacht ist: "Es ist die Politik, um die Völker dieser Erde zu entmutigen, resignieren zu lassen! Es ist die Politik, das palästinensiche Volk zu isolieren." Und sie ruft auf: "Wir dürfen diesen Angriffen gegenüber nicht schweigen! Wir müssen Rechenschaft einfordern! Es ist der Tag, an dem sich die ArbeiterInnen und Werktätigen gegen den Imperialismus und Zionismus vereinen müssen! Es ist der Tag, an dem sich die Völker der Welt mit Palästina solidarisieren und eine Rechenschaft für diese Massaker einfordern müssen!"