Umwelt

Für die Bestrafung der Verantwortlichen von BP!

09.06.10 - Die "Bürgerbewegung Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz" nimmt in einer Presseerklärung aktuell Stellung zur Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko. Darin heißt es unter anderem:

Seit dem Untergang der BP-Ölplattform "Deepwater Horizon" am 22.04.2010 strömen täglich zwischen 9 bis 13 Millionen Liter Erdöl in den Golf von Mexiko. Alle Versuche, das Leck in 1.500 Metern Tiefe zu schließen, sind bisher gescheitert. Zuletzt das so genannte Top-Kill-Verfahren. BP hat keine Konzepte, keine Notfallpläne. Der Konzern macht ein riesiges Meeresgebiet mitsamt Flora und Fauna zum Experimentierfeld. Täglich wird der Weltöffentlichkeit die Unfähigkeit nicht nur von BP demonstriert. Auch andere Ölkonzerne, die ebenfalls Bohrinseln betreiben, haben offensichtlich kein Know-how für solche Katastrophen.

BP spielte alles oder nichts. In der Erwartung weiterer Milliarden Profite aus den Tiefseebohrungen, hat das Management diese Umweltkatastrophe bewusst in Kauf genommen. Selbst am Einbau eines Sicherheitsventils für ein paar Hunderttausend Dollar wurde mit Wissen amerikanischer Behörden gespart. Der BP-Konzern hat staatliche Kontrollbehörden und Teile der US-Regierung seinen Interessen untergeordnet. (...)

Inzwischen wird von BP der August als Termin genannt, bis durch Entlastungsbohrungen das ausströmende Öl gestoppt werden könnte. In dieser Zeit werden weiter Hunderte Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko fließen. Eine gigantische Umweltzerstörung zeichnet sich ab. Ausmaß und Folgen dieser Katastrophe für das empfindliche Ökosystem der Region, sind nicht absehbar. Experten gehen davon aus, dass wenn es überhaupt möglich ist, Jahrzehnte dauert, bis sich das Ökosystem erholen wird. (...)

Unser Verein setzt sich unter anderem für folgende Forderungen ein:
- Bestrafung der Verantwortlichen von BP
- Beseitigung aller Schäden auf Kosten von BP
- Umweltverbrechen müssen national und international Straftatbestand werden
- Stopp aller Tiefseebohrungen.
- Sofortige Einstellung der Ölförderung der im Betrieb befindlichen Bohrinseln
- Maßnahmen zum Schutz bedrohter Ökosysteme müssen ergriffen werden