Politik

Montagsdemo-Splitter vom 7. Juni 2010: Jetzt für den Widerstand entscheiden

10.06.10 - Überall wurden an diesem Montag die soeben verkündeten Beschlüsse der Bundesregierung gegen das Volk scharf und sachkundig auseinander genommen. In Hamburg forderten Teilnehmer am offenen Mikrofon auf, kurz innezuhalten, nachzudenken und die Konsequenz zu ziehen, den gemeinsamen massenhaften Widerstand mit dem Montagsdemos zu verstärken.

Jetzt sei es wirklich an der Zeit, hieß es auch auf der 283. Görlitzer Montagsdemo, sich für den Widerstand zu entscheiden, verbunden mit der Empfehlung an alle: "Bei Dir gibt es bestimmt eine Montagsdemo! Schau doch mal nach!"

In Saarbrücken wurde mit einem solidarischen Blick auf die griechische Bevölkerung die Notwendigkeit von Generalstreiks auch bei uns diskutiert. "Fangen wir damit an, sprechen wir miteinander, mit Nachbarn und Kollegen, zeigen wir offen, wo wir stehen. Es genügt nicht zu Hause am Küchentisch zu lamentieren, damit müssen wir auf die Straße, nur dort können wir etwas erreichen", so die Quintessenz der Redner.

In Mülheim/Ruhr fragten Demonstranten, "warum es in Deutschland keine Vermögensteuer gibt wie in vielen anderen Ländern. Und wieso immer unmittelbar Milliarden da sind für die Banken ..., aber nicht für das normale Volk".

Die Bochumer Montagsdemonstranten wiesen darauf hin, dass die Agenda der Grausamkeiten der Regierung bei weitem noch nicht vollständig ist. So drohe eine Zuzahlung zu den Krankenkassenbeiträge von 20 Euro monatlich und die von den Unternehmerverbänden geforderte Zuzahlung für jeden Arztbesuch. "Die Diskussion war so rege", heißt es im Bericht aus Bochum, "dass die Auftaktkundgebung fast eine dreiviertel Stunde dauerte". An dem anschließenden Demozug beteiligten sich auch mehr Menschen als bisher.

(Gesammelte Berichte von den Montagsdemonstrationen)