Politik

"Jetzt heißt es aufsteh'n!"

17.06.10 - So hieß es auf vielen Montagsdemos am 14. Juni.

In Esslingen hieß es über die begeisternde Demonstration vom letzten Samstag in Stuttgart: »Der Protest der Teilnehmer gegen die Auftritte von Vertretern von SPD und Grünen zeigte, dass unter den Teilnehmern nicht vergessen ist, wem die Hartz-Gesetze zu verdanken sind und dass die Landes-SPD ein starker Befürworter des Milliardengrabes Stuttgart 21 ist.« »Jetzt erst recht!« hieß es in Görlitz. »Das am vorigen Wochenende ausgehandelte "Ausgabenkürzungspaket" der CDU/CSU und der Partei der neoliberalen FDP macht deutlich, welch Geistes Kind diese "Gurkentruppe" aus "Wildsäuen" in Wahrheit ist!« Aus Saarbrücken wird von einem allgemein gestiegenen Interesse an der Montagsdemo-Bewegung berichtet. »Die Geier kreisen bereits über der Regierung«. Über einer Regierung, die behauptet, man könne nicht mehr ausgeben als man einnimmt. »Immer wieder behauptet die Regierung, es wäre kein Geld da und für die Sparpläne gebe es keine Alternative«, erklärte ein Rechner am offenen Mikrofon in Bochum, und weiter: »Eine Alternative wäre ein System, in die die Bedürfnisse der Menschen, nicht die Profite weniger im Mittelpunkt stehen.« Das war auch Thema auf der Montagsdemo in Hamburg, der sich dieses Mal etliche neue Jugendliche anschlossen. ... und auf dem Alexanderplatz in Berlin »rollt die Anti-Westerwelle«, der ein Montagsdemonstrant ein Gedicht widmete.