Betrieb und Gewerkschaft

Behr-Kollegen wollen den Kampf um ihre Arbeitsplätze fortsetzen

Stuttgart (Korrespondenz), 03.07.10: Behr-Kollegen kämpfen weiter gegen die Schließung des Werk 8 und der Vernichtung von 220 Arbeitsplätzen. Mit vielen kämpferischen Aktionen und kurzen Arbeitsniederlegungen ist diese kämpferische Belegschaft zu einem Vorbild für den offensiven Kampf um die Arbeitsplätze in der Region geworden.  

Die Geschäftsleitung bietet lächerliche Zugeständnisse an und will, dass die  betroffenen Kollegen ihren Kampf beenden. Dagegen wollte eine Delegation von 40 Behr-Kollegen auf der Delegiertenversammlung der IG-Metall-Ortsverwaltung Stuttgart am 26. Juni ihre Position persönlich vorbringen. In einem Flugblatt, das dort verteilt wurde, schreiben sie:

"Inzwischen wird nur noch über die Höhe des 'Schmerzensgeldes’ verhandelt, welches die Fa. Behr den betr. Arbeitnehmern für den Verlust der Arbeitsplätze bzw. für den Verzicht auf schwer erkämpfte Rechte ..., sowie einen Sozialplan bereit ist zu bezahlen. Die IGM setzt sich für das Parken der betr. Arbeitnehmer für eine maximale Dauer von 3 Jahren in eine Transfergesellschaft ein ... (was aber die Bereitschaft voraussetzt, für mindestens 6 Monate wieder bei Behr als Leiharbeiter zu arbeiten – Hinweis des Korrespondenten)."

Während viele Delegierten die Initiative der Behr-Kollegen mit großer Sympathie begrüßten, verhinderte der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Stuttgart, Uwe Meinhardt, einen Redebeitrag der Delegation. Die Behr-Kollegen fordern: "Betriebsübergreifender Kampf um Arbeitsplätze mit den Kollegen von KBA MetalPrint, Mahle u.a!"