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Kämpferische Solidarität mit dem 3. Weltfrauenmarsch - Europa-Aktion in Istanbul am 30. Juni

28.06.10 - Der 3. Weltfrauenmarsch wird dieses Jahr unter dem Motto "Frauen marschieren - bis wir alle frei sind!" durchgeführt. In seinem Rahmen wird am Mittwoch, den 30. Juni, in Istanbul/Türkei eine Europa-Kundgebung durchgeführt. Die heutigen Montagsdemonstrationen sind ein guter Anlass, diese Europa-Kundgebung und Solidaritätsaktionen vor Ort bekannt zu machen, zu diskutieren und solidarische Grüße nach Istanbul zu organisieren (siehe www.europe.marchemondiale.ch).

Der überparteiliche Frauenverband Courage kündigt in einem Grußwort zeitgleich zur Europa-Kundgebung am Mittwoch Aktionen in Deutschland an und schreibt: "Herzlichen Glückwunsch zu eurem phantasievollen Weltfrauenmarsch und den mutigen Protesten! ... Wenn der Weltfrauenmarsch am 30. Juni in Istanbul Station macht, werden gleichzeitig in Deutschland frauenbewegte Aktionen durchgeführt. Auch unser Frauenverband geht auf die Straße, um die Forderungen des Weltfrauenmarsches bekannt zu machen und noch mehr Frauen zu ermutigen, aktiv zu werden und sich dauerhaft zu engagieren für die Befreiung der Frau ..." (www.fvcourage.de).

Das 3. bundesweite Vorbereitungstreffen des 9. Frauenpolitischen Ratschlags (www.frauenpolitischerratschlag.de) am gestrigen Sonntag hat ebenfalls den Weltfrauenmarsch diskutiert und zur Unterstützung aufgerufen. Das ist umso wichtiger, als die bürgerlichen Medien diese weltumspannende Manifestation für die Befreiung der Frau geflissentlich verschweigen. Der 3. Weltfrauenmarsch verdient besondere Unterstützung, weil er eng mit dem Grundgedanken der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2011 in Caracas/Venezuela verbunden ist (www.weltfrauenkonferenz.de).

Der Weltfrauenmarsch entstand nach einem "Brot-und-Rosen-Marsch" einer Frauenföderation aus Quebec/Kananda im Jahre 1995 und wurde auch 2000 und 2005 organisiert. Dieses Jahr wurde er am 6. März zum Anlass des 100. Jahrestag des internationalen Frauentags in Brüssel gestartet und findet seinen Höhepunkt am 17. Oktober auf der gemeinsamen Abschlussveranstaltung in Süd-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo.

Der 3. Weltfrauenmarsch bearbeitet vier Aktionsfelder: Gegen Gewalt gegen Frauen, für wirtschaftliche Unabhängigkeit und Bekämpfung der Armut, für öffentliche Güter und Dienstleistungen, für Frieden und Entmilitarisierung. Diese Fragen sind angesichts der angekündigten offenen und skrupellosen Abwälzung der Lasten der Weltwirtschafts- und finanzkrise hochaktuell, auch der Kampf gegen den Militarismus angesichts der wachsenden allgemeinen Kriegsgefahr infolge der verschärften Konkurrenz zwischen den imperialistischen Mächten.

Das Nationale Vorbereitungskomitee für die Weltfrauenkonferenz in Venezuela schlägt vor, am Mittwoch "phantasievolle, bunte öffentliche Aktivitäten" durchzuführen, z.B. "mit Farbe und Pinsel" zusammen mit Passantinnen "auf ein Riesen-Laken unsere Grüße" zu malen, "passend zur Weltmeisterschaft ... viele Fahnen" mitzubringen und "Grüße in vielen Sprachen" zu schreiben, um den Weltfrauenmarsch und die Weltfrauenkonferenz breiter bekannt machen (mehr dazu in "Rote Fahne" 25/2010, S. 20 - die "Rote Fahne" kann hier bestellt werden).

Die MLPD begrüßt und unterstützt die Aktionen des Weltfrauenmarschs auch wegen ihres perspektivischen Mottos zur Befreiung der Frau. Denn "die Befreiung der Menschheit von Ausbeutung und Unterdrückung ist ohne die Befreiung der Frau unmöglich", so Stefan Engel im Interview mit der "Roten Fahne" vom 19.5.2010 .

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