International

Protestaktion "1.000 Schiffe nach Gaza!"

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 29.06.10: Einen sofortigen Stopp der Blockade des Gaza-Streifens forderten unter diesem Motto die rund 100 Teilnehmer der Solidaritäts-Kundgebung und -demonstration am vergangenen Samstag in Gelsenkirchen. Aufs Schärfste wurde der brutale militärische Überfall auf die Schiffe verurteilt, die dringend benötigte Hilfsgüter in den Gaza-Streifen bringen wollten aufgrund der Blockade-Politik der israelischen Regierung elend dahinvegetieren müssen.

Der Veranstalter und mehrere Kundgebungsredner betonten die besondere Verantwortung der Menschen in Deutschland, die Lehren aus unserer eigenen Geschichte so zu ziehen, dass wir gegen jede Art von Rassismus und Völkermord aufstehen müssen. In diesem Sinne ist heute die Solidarität mit dem palästinensischen Volk und seinem berechtigten Kampf um Freiheit notwendig.

Eine Rednerin der MLPD sagte: "Es ist das völkerrechtlich geschützte Recht des palästinensischen Volkes, sich gegen die Blockade und den Völkermord zur Wehr zu setzen. Ihm gehört unsere volle Solidarität! Die MLPD tritt uneingeschränkt für das Selbstbestimmungsrecht der Völker ein. Das schließt auch das Recht auf einen palästinensischen Staat mit ein. Von der Bundesregierung und den Medien wird jede Kritik am israelischen Staat mit der antisemitischen Keule geschlagen. Wir kritisieren hier den israelischen Staat und das Militär und nicht das israelische Volk. Selbst in Israel gibt es einen wachsenden Widerstand und eine Friedensbewegung, die von Arabern und Israelis gemeinsam getragen wird."

Die Demonstration durch die belebte Fußgängerzone fand große Aufmerksamkeit und einige Menschen schlossen sich spontan der Demonstration und Abschusskundgebung an, bei der junge Musiker ihren Protest mit Liedern und engagierten Texten zum Ausdruck brachte.