Umwelt

Tropenholz verheizt, um CO2 in Berlin zu sparen?!

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 05.07.10: Ein Vereinbarung des Berliner Senats mit dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall sieht vor, Holzschnitzel vom Gummibaum aus westafrikanischen Ländern in Berlin als Biomasse zu verbrennen - angeblich um die CO2-Bilanz zu verbessern.

Als Grund wird angegeben, dass 1,3 Millionen Tonnen der geplanten Biomasse nicht aus dem Berliner Umfeld besorgt werden könne. "Den Preis … bezahlen bei uns die Menschen und die Natur", sagt dazu Silas Siakor, Direktor des Instituts für nachhaltige Entwicklung in Monrovia/Liberia.

Regenwälder werden durch Gummibaumplantagen ersetzt. Und weil der Preis für Gummibaumholz in die Höhe getrieben wird, können sich viele Menschen ihr Brennholz nicht mehr leisten und zerstören ihren Regenwald (s.a. Regenwald report 3/2010). Kommentar: Wirklicher Klimaschutz kann eben nur gegen die Profitgier der Energiekonzerne durchgesetzt werden!