Politik

Aktiver Widerstand gegen Bundesparteitag von "Pro Deutschland"

Berlin (Korrespondenz), 21.07.10: Ein breites Bündnis aus Parteien von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Linkspartei, DKP, MLPD, SAV, vielen antifaschistischen und Migrantenorganisationen hat am Samstag mit Sitzblockaden und Kundgebungen den Protest gegen den Bundesparteitag der neuen rechtspopulistischen und faschistischen "Pro Deutschland" eindrucksvoll auf die Straßen getragen. In der Pressemitteilung des Bündnisses heißt es:

"Aufgrund der Entschlossenheit der Proteste von bis zu 2.500 antifaschistischen Bürgerinnen und Bürgern gelangten lediglich etwa 50 Anhänger von 'Pro Deutschland' in ihren Versammlungsraum im Rathaus-Schöneberg. Durch wiederholte Blockaden wurde der Ablauf so verzögert, dass bereits eine große Anzahl von Pro-Deutschland-Mitgliedern den Parteitag frühzeitig wieder verließ.

'Es war ein harter Kampf heute', so Dirk Stegemann, der Sprecher des Bündnisses. 'Mein Dank gilt allen Protestierenden, die sich heute über einen so langen Zeitraum entschlossen den Rassistinnen und Rassisten von Pro Deutschland entgegen gestellt haben und sich trotz der teils massiven Gewalt durch die Polizeibeamten nicht haben einschüchtern lassen.'

In den Reden wurde immer wieder betont, dass dem Versuch der Faschisten und Rassisten, mit 'Pro Deutschland' eine neue Partei ins Rennen zu schicken, von Anfang an mit massivem Widerstand entgegengetreten werden muss. Die Erfolge von rechten bis faschistischen Kräften in Ungarn, den Niederlanden … ermahnen uns dazu, in dieser Frage ein breites antifaschistisches und antirassistisches Bündnis aufzubauen. Die gleichberechtigte Zusammenarbeit im Bündnis für den letzten Samstag war hierfür ein sehr großer Erfolg!"

Wer sich weiter informieren will: http://rechtspopulismusstoppen.blogsport.de/