Politik

27.07.10 - Ordnungsbehörden in Duisburg unter Druck gesetzt

Aus Kreisen des nordrhein-westfälischen Innenministeriums und des Rats der Stadt Duisburg wurde bekannt, dass Mitarbeiter des Duisburger Ordnungsamts von der Stadtspitze systematisch unter Druck gesetzt wurden, um die erforderlichen Genehmigungen für die Durchführung der Love-Parade zu erteilen. "Sie wurden gezwungen, alles abzunicken", so ein Ratsmitglied. Offenbar trägt auch die Polizeiführung vor Ort maßgebliche Verantwortung für die Katastrophe. So wurde der Zugang von der Bahnunterführung auf das Gelände gesperrt, während von hinten immer neue Besuchermassen nachströmen konnten. Gleichzeitig habe "die Polizei eine Kette gebildet", um Ausbruchsversuche zu verhindern, berichtete ein Mitglied des Krisenstabes der "Rheinischen Post". Mittlerweile ist ein weiteres Opfer seinen schweren Verletzungen erlegen.