Betrieb und Gewerkschaft

Letzte Meldung: Sieg auf der ganzen Linie für Andreas Kossack und den Solidaritätskreis

28.07.10 - In einer ersten Kurzmitteilung des "Solidaritätskreises Continental-Kolleginnen und -Kollegen Dortmund (ehemals VDO)" heißt es:

Fast 30 Freunde und Kolleginnen und Kollegen von Andreas Kossack sind trotz Ferienzeit zum Landesarbeitsgericht nach Hamm gekommen, um ihre Solidarität mit Andreas zu zeigen. Eine Kollegin der Betriebsratsgruppe von Opel "Offensiv" überbrachte ihre solidarischen Grüße, ebenso Kurt Kleffel, Sprecher der Betriebsgruppe der MLPD von Continental in Hannover. Verschiedene Reporter waren wegen der Bedeutung der Verhandlung gekommen. Mit einem Lied wurde Solidaritätskundgebung vor dem Gericht abgeschlossen.

Die Verhandlung dauerte fast zwei Stunden und es wurden der Chef des OES-Bereichs aus Regensburg, Lampe, sowie der ehemalige Betriebsratsvorsitzende Bieletzki als Zeugen vernommen. Besonders empörend war die offensichtlich gut einstudierte Zeugenaussage des ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden Bieletzki: Er bestätigte in den kritischen Fragen die Aussagen der Geschäftsleitung und konnte sich ansonsten an nicht mehr viel erinnern.

Richter Bertram, der sich aus arbeitsrechtlicher Sicht sehr tiefgehend mit der Sache befasst hatte, fragte die Personalchefin, warum sie den Kläger Andreas Kossack nicht auf einem der Arbeitsplätze, der jetzt frei wurde, beschäftigen will, sondern dort Kollegen befristet weiter beschäftigt, die eigentlich schon in die Transfergesellschaft gewechselt hätten. Dese Frage konnte sie nicht zur Zufriedenheit des Richters beantworten. Aus diesem und verschiedenen anderen Gründen gab das Gericht letztlich voll der Kündigungsschutzklage von Andreas Kossack statt und ließ keine Revision zu.

Ein voller Erfolg, der zeigt, dass es sich zu kämpfen lohnt, auch wenn man nicht sicher weiß, ob man gewinnen wird. Der Erfolg wurde nach der Verhandlung gefeiert, indem wir das Lied noch einmal gesungen haben.

Der Solidaritätskreis wird eine ausführliche Presseerklärung bis heute abend um 18 Uhr herausgeben und sie auf seiner Homepage www.conti-solidarität.info veröffentlichen.