Umwelt

03.08.10 - Brände in Russland: Kritik an Regierung wächst

Die verheerenden Wald- und Torfbrände in Russland wüten unvermindert weiter. In der am stärksten betroffenen Region Nischni Nowgorod näherten sich die Flammen im Raum Sarow gefährlich einem Zentrum für Atomwaffenforschung. Bei der schwersten russischen Naturkatastrophe seit Jahrzehnten starben bisher mindestens 41 Menschen. Viele Menschen und Experten kritisieren, dass die vom jetzigen Premierminister und Ex-Präsidenten Wladimir Putin durchgesetzte Reform der Waldwirtschaft maßgeblich für die Katastrophe verantwortlich ist. Die staatliche Waldwirtschaft wurde weitgehend privatisiert, die für den Brandschutz aus der Luft zuständige Behörde faktisch aufgelöst und die privaten Pächter kümmern sich oft nicht um ihre Schutzaufgaben.