Jugend

8. Waldfest im Truckenthal: "Super, super"

8. Waldfest im Truckenthal: "Super, super"

Truckenthal (Korrespondenz), 02.08.10: Das rief begeistert ein Leipziger Besucher beim Kulturbeitrag des REBELL-Jugendcamps, dem "Powerlied mit unseren Mädels" auf der Waldbühne. Gekommen waren zum diesjährigen Waldfest am 31. Juli gut 800 Besucher. Ob Mittelalter-Stand, Höhlenforscher, Steine-Bemalen, Neptunfest, Kryo-Recycling, MLPD ... das tolle und gleichberechtigte Miteinander, wo jede Initiative gilt, begeisterte aufs Neue. Die Gruppe "Thee Matchbook Groop" gab Folk-Rock zum Besten, es gab viele kulinarische Genüssen aus der Region wie Waffeln, Bratwürste, Wein direkt vom Winzer, aber auch Kräuter, Kunsthandwerk, Seifen und vieles mehr.

"Nehmt Ihnen die Hand aus der Welt, eh sie verbrannt" war das Motto der Podiumsdiskussion mit hochkompetenten Umweltaktivisten wie Frank Schellhorn von der Bürgerinitiative "Gendreck weg", der das Verbrechen der Konzerne mit der Genmanipulation mit ihren nicht vorhersehbaren Auswirkungen auf die Natur und Menschen anprangerte. Dabei auch ein Vertreter der Bürgerinitiative gegen den Bau der 380-KV-Leitung, die hier und anderswo den Widerstand organisiert, weil dazu keine Notwendigkeit besteht. Prof. Dr. Josef Lutz wies nach, dass es Alternativen dazu gibt wie insbesondere die Umstellung auf erneuerbare Energie.

Dass Umweltschutz und der Kampf um Arbeitsplätze zusammengehören, machte der Opel-Betriebsrat und Stadtrat des "Eisenacher Aufbruchs" Fritz Hoffmann deutlich, der davon berichtete, dass die Vertrauensleute eine Umwelt-AG gründeten, wo es nicht nur um die Frage von Elektroautos geht, sondern insgesamt um umweltverträgliche Verkehrskonzepte. Alle waren sich einig, dass es darum geht, neue Wege zu gehen und dass die Kampfformen auch härter werden müssen.

Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD und Mitinvestor der Anlage in Truckenthal, zeigte sich erfreut über die vielen Initiativen und machte anschaulich, wie lang eigentlich der Tisch des Podiums sein könnte. Denn es geht heute um die Ernährung, Verkehr, Medizin, Landwirtschaft ... Die Umweltkrise schlägt um in eine globale Umweltkatastrophe, was gesamtgesellschaftliche Maßnahmen und vor allem eine internationale Widerstandsfront erfordert. Daran mitzuarbeiten, ist ein großes Anliegen aller Beteiligten.

Beim Kulturabend auf der Waldbühne begeisterte eine Erfurter Gruppe mit Samba-Rhythmen, ein Augsburger Liedermacher mit der Thüringer-Hymne und die Kinder vom Kindercamp der ROTFÜCHSE zeigten ihre Künste im Circus "Rebellini" wie auch bei vielen anderen Kinderangeboten während des Tages. Jugendliche vom Sommercamp des REBELL spielten einen Sketch zu den Märzkämpfen von 1920. Mit guter Stimmung wurde noch lange gefeiert (siehe auch Kurzbericht vom 31.7.).