International

KiK-Beschäftigte solidarisch mit den streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilindustrie in Bangladesch

17.08.10 - Der Frauenverband Courage in Berlin und die Moabiter Frauengruppe International haben 72 Unterschriften für eine Solidaritätserklärung gesammelt. Sie berichten darüber:

"Diese Solidaritätserklärung wurde unter dem Eindruck der NDR-Dokumentation vom 4. August und den Berichten über die Streiks in Bangladesch in 'rf-news' schnell verfasst und die Frauen in den oben genannten Frauengruppen waren sofort dafür. Bemerkenswert war gestern die kurze Unterschriftensammlung vor einer Kik-Filiale in Berlin-Moabit. Wir waren zu zweit und bekamen in einer guten Stunde 32 Unterschriften zusammen. Die Frauen und auch einige Männer, die den Film gesehen hatten, unterschrieben sofort.

Nach einer entsprechenden Erläuterung unterschrieben auch fast alle anderen. Es waren Hausfrauen, Arbeiterinnen, Migrantinnen, Rentnerinnen, jungen Mütter. Kinder übersetzten ihren Müttern auf arabisch, persisch, griechisch und die Unterschrift ging klar. Begrüßt wurde unsere Auffassung, dass wir in Deutschland wie auch weltweit für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen und uns gegenseitig unterstützen müssen. Stundenlöhne von 4,50 Euro für Frauen in Berlin sind wahrlich keine Ausnahme.

Wir merkten so richtig, wie es unter der scheinbar ruhigen Oberfläche brodelt, wie sauer die Leute sind über die Ausbeutungsmethoden der Konzerne, die Niedriglöhne dort wie hier. Auch wenn manch einer zweifelte, ob so eine kleine Aktion etwas bringt, die meisten fanden es richtig gut, den kämpfenden Textilarbeiterinnen moralisch den Rücken zu stärken. Einige wollen Kontakt zu den Frauengruppen hier vor Ort und interessieren sich ernsthaft für die Weltfrauenkonferenz. Es war gut, dass wir mit einem aufwühlenden Thema an die Öffentlichkeit gingen und die Verbindung zum Kampf dort und unserem Alltagsleben hier und zu der weltweiten Frauenbewegung ziehen konnten."

Die Texte der Berliner Solidaritätserklärung und eine Erklärung des Bundesvorstands vom Frauenverband Courage können hier gelesen und verbreitet werden.