Politik

Essener "Bündnis gegen Oseberg": Straßenfest ein voller Erfolg

31.08.10 - Mehrere hundert Besucherinnen und Besuch nahmen im Verlauf des Samstags am Straßenfest des "Bündnis gegen Oseberg" auf dem Pferdemarkt teil. Ein Bündnissprecher: "Das Fest machte deutlich, Oseberg muss weg. Dieser Laden, der die von Rechtsextremen und Neonazis getragene Kleidermarke Thor Steinar vertreibt, ist in Essen nicht erwünscht. Besonders möchten wir uns bei den Anwohnern und den Betreibern vieler Geschäfte in der nördlichen Innenstadt bedanken, die unser Fest mit Spenden unterstützt haben."

Völliges Unverständnis zeigte das Bündnis über den Polizeieinsatz. "Teilweise war in der Innenstadt eine derart massive Polizeipräsenz, das es sich wohl um mehrere Hundertschaften gehandelt haben muss. Straßen wurden abgesperrt, Passanten der Durchgang verwehrt, selbst ein LKW einer Tauchgruppe der Polizei aus Köln wurde gesehen. Dies angesichts eines Straßenfests, das nicht anders durchgeführt wurde, als geplant und angemeldet, das ist nicht nur völlig überzogen, dass ist Geldverschwendung.

Es wäre sinnvoll, wenn die Verantwortlichen ihre Energien darauf konzentrieren würden die zunehmenden Überfälle von Neonazis, wie in den letzten Tagen wieder in Dortmund, zu verfolgen. Das Bündnis ruft für kommenden Samstag, den 4.9.2010, dazu auf, sich an den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch in Dortmund zu beteiligen."