Politik

Duisburger Stadtratssitzung zur Loveparade: Scheinheilige "Demokratie"

14.09.10 - In einem gemeinsamen Flugblatt von MLPD und REBELL des Kreises Duisburg-Niederrhein heißt es dazu unter anderem:

Am 6.9.2010 fand die außerordentliche Stadtratssitzung zur Aufarbeitung der Katastrophe bei der Loveparade vom 24.7.2010 statt. Es war schon ein Unding, dass der Stadtrat erst sechs Wochen nach der Tragödie zum ersten Mal zusammen trat, um sich öffentlich zu erklären. Was dann auf dieser Sitzung passierte, setzt das arrogante Mauern der Stadtspitze und Verwaltung fort. (...)

Was ist das für eine scheinheilige Demokratie, in der das Volk lediglich alle vier oder fünf Jahre ein Kreuzchen auf dem Wahlzettel machen darf? Bürgeranträge wie der zur Abwahl des OB werden einfach formal abgelehnt bzw. gar nicht behandelt. (...) Diese Art von "Demokratie" hat System und ist für die Durchsetzung der Interessen der Masse der Duisburger untauglich! (...)

Schluss mit der Papierverschwendung! Für eine vollständige, öffentliche Aufklärung der Vorgänge durch eine unabhängige Untersuchungskommission! (...)

Aus den bisherigen Erfahrungen, dem ganzen Skandal um die Loveparade kann nur eine Konsequenz gezogen werden: Es ist an der Zeit, dass wir die Sache in die eigene Hand nehmen. (...)

In den vergangenen Wochen hat sich die wöchentliche überparteiliche Montagsdemonstration in Duisburg als kompetentes Forum erwiesen, die erschütternden und teilweise traumatischen Erlebnisse von der Loveparade öffentlich aufzuarbeiten, sachkundig zu informieren und den Widerstand mit zu organisieren. Am offenen Mikrofon kann jeder dazu das Wort ergreifen und Vorschläge unterbreiten. Kommen Sie Montags 18:00 Uhr zum Livesaver-Brunnen!

(hier der vollständige Text des Flugblatts im pdf-Format)