Politik

Weitere Solidaritätserklärungen gegen faschistischen Überfall in Magdeburg

24.09.10 - Zu dem faschistischen Überfall auf linke Jugendliche und Mitglieder des REBELL in der Nacht vom 11. auf den 12. September (siehe "rf-news"-Artikel) gingen weitere Solidaritätserklärungen bei "rf-news" ein. Der REBELL Kassel schreibt:

Liebe Rebellen aus Magdeburg,

mit Erschrecken habe ich die Meldung über den feigen faschistischen Überfall auf euch und andere linke Jugendliche gelesen. Ich möchte euch im Namen des REBELL Kassel unsere volle Solidarität übermitteln. Immer wieder stoßen die Faschisten auf breiten Widerstand, wie etwa dieses Jahr in Dresden. Auch jetzt ist es wichtig, dass man diesen Überfall öffentlich macht und so die gewalttätigen Methoden der Faschisten enthüllt entgegen ihrer Propaganda a la "Sozial geht nur National".

Solidarische Grüße vom REBELL Kassel

Und aus München schreiben Rebellen:

"Liebe Jugendliche und Rebellen aus Magdeburg,

auf unserem Treffen zur Probe für den Songcontest am Frauenpolitischen Ratschlag verabschiedeten wir diese Solidaritätserklärung. Wir möchten Euch unsere tiefe Solidarität übermitteln. Wer einen von uns angreift, greift alle an.

Wir haben den Eindruck, dass jetzt, wo ein breiter Teil der Menschen sich von den bürgerlichen Politikern abwendet und der unübersehbare Linkstrend sich festigt, vermehrt die Faschisten auf die Bühne treten. Sarrazins Hetztiraden werden von den hiesigen Medien verbreitet und salonfähig gemacht, in USA, Ungarn, Dänemark und vielen anderen europäischen Ländern mobilisieren die Braunen und haben bestimmte Wahlerfolge. Das ist doch kein Zufall. Aus Angst, dass wir uns zusammenschließen und aufstehen, wollen sie mit der faschistischen Ideologie einen Keil zwischen uns treiben und ein Ventil für den Unmut der Menschen schaffen.

Wir müssen wachsam sein und dem entgegentreten. Keinen Fußbreit den Faschisten. In Deutschland gibt es ein fest verwurzeltes antifaschistisches Bewusstsein. In Bayern waren zwischen Mai und Juni letzten Jahres 26.000 Jugendliche bei antifaschistischen Aktionen auf der Straße. Umso mehr fordern wir von der Regierung: Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda. Und dafür werden wir vom Rebell München uns auch aktiv einsetzen!

Solidarische Grüße! Rebellen aus München"