Umwelt

Bunte Aktion gegen Castor-Transporte in Duisburg

Duisburg (Korrespondenz), 25.10.10: In Duisburg fand am Samstag auch eine Castorstrecken-Aktion statt - um 11 Uhr vor der GNS (Gesellschaft für Nuklearservice). Hier wird "leicht" radioaktiv verstrahltes Material konditioniert (Einbindung in Glaskokillen und Verpackung in Edelstahlbehälter), zwischengelagert und dann weiter geschickt nach Ahaus. Zum Teil wandert es auch in die Hochöfen unserer Stahlwerke.

Das Straßentheater hat den Vorgang der Konditionierung veranschaulicht. Das Spektrum war relativ breit: Eingeladen hatte der BUND, dann Greenpeace, die Linkspartei, die MLPD und die Grünen sowie ein paar Aktivisten aus dem Stadtteil. Am Bahnhof waren ferner noch Montagsdemonstranten und die Migrantenorganisation DIDF dabei.

Ein Aktivist des Widerstands gegen das Atommüll-Lager Asse, der jetzt in Bochum wohnt, hat die Planungen zum Aktionstag am 6. November vorgestellt. Am Bahnhof wurde symbolisch der Castortransport erfolgreich blockiert. Über Duisburg geht auch eine Ausweichstrecke für den Castor.

Die Aktion war sehr bunt, lebendig und mit einem offenen Mikrofon, bei dem auch der Widerstand gegen "S21" in Stuttgart eine Rolle spielte. Zum Schwabenstreich auf der Montagsdemo wurde sehr kämpferisch eingeladen. Wir waren uns einig, dass es einer starken Umweltbewegung bedarf und hier auch "S21" Mut macht, sich nichts mehr gefallen zu lassen.