Umwelt

Indonesische Regierung wegen Naturkatastrophen unter Druck

08.11.10 - Eine Serie von Naturkatastrophen suchte in den letzten Wochen Indonesien heim. Einer Sturmflut in West-Papua mit über 150 Toten und einem Tsunami an der Westküste Sumatras und der vorgelagerten Mentawai-Inselkette mit über 400 Toten folgte der Ausbruch des größten und gefährlichsten Vulkans des Inselstaates. Der Merapi in Mittel-Java ist fast 3.000 Meter hoch und sein Ausbruch tötete bis jetzt 38 Menschen.

In dieser Situation hat der indonesische Präsident nicht nur die Katastrophen-Opfer, sondern einen großen Teil der Massen gegen sich aufgebracht, weil er seine Unfähigkeit und seinen Unwillen zu effektiver Hilfe demonstrierte. So kanzelte er Kritiker an dem nicht funktionierenden Frühwarnsystem ab.

Die Hilfe für die Flut-Opfer wurde verzögert, weil die Armee plötzlich Treibstoff sparen musste, so dass noch nach einer Woche viele Dörfer nicht erreicht waren. Die Auffanglager für Flüchtlinge waren zu klein und mit völlig unzureichenden hygienischen Einrichtungen ausgestattet.

Bereits am 20. Oktober, anlässlich des Jahrestages der Amtseinführung des Präsidenten hatte es in Jakarta eine kämpferische Demonstration vor dem Präsidentenpalast gegeben. Die Kritik an den Zuständen wird immer lauter, bis in die bürgerlichen Medien hinein. Kämpferische Organisationen nehmen die Organisierung der Hilfe in die eigene Hand.