Betrieb und Gewerkschaft

Mobilisierendes Solidaritätsfest für Zabit Cumcu

Oberhausen (Korrespondenz) 10.01.11: Das internationale Solidaritätsfest für den Kampf gegen die fristlose Entlassung des Betriebsrats Zabit Cumcu am 8. Januar war ein voller Erfolg. Über 250 dauernde und zeitweise Teilnehmer und Teilnehmerinnen machten deutlich, dass der Kampf gegen diesen provokativen Kündigungsantrag sich verstärkt und bis zum Schluss geführt werden wird. "Gemeinsam sind wir stark", so nennt sich der Soli-Kreis und das prägte auch den gesamten Verlauf der selbst organisierten und finanzierten Veranstaltung.

Live-Musik, türkisches Essen und deutscher Kuchen bildeten den Rahmen für eine kämpferische Stimmung. Nach Begrüßung durch die Sprecher des Soli-Kreises erläuterte Reinhardt Meyer, Mitglied des Betriebsrates bei MAN Diesel&Turbo in Oberhausen, dass die beabsichtigte Entlassung politisch motiviert ist. Im Kern gehe es darum, die kämpferische Richtung in der Gewerkschaftsarbeit zu unterdrücken, wie sie zum Beispiel in der "Dortmunder Erklärung" zum Ausdruck kommt.

Zahlreiche Solidaritätserklärungen wurden vorgetragen, so unter anderem von einem Bergmann der bei "Kumpel für AUF" aktiv ist, einem Stahlarbeiter von Mannesmann, einem Kollegen der VKL bei MAN Diesel&Turbo, dem Personenwahlbündnis "WIR aus Mülheim", der "Stadtfrauenkonferenz Mülheim-Oberhausen". Eine Vertreterin der MLPD überbrachte solidarische Grüße des Landesverbandes NRW und des Kreises Mülheim-Oberhausen.

Gerd Pfisterer, Betriebsratsvorsitzender bei HSP in Dortmund, ermunterte die Kollegen, die kämpferische Richtung in den Gewerkschaften zu stärken, indem sie die "Dortmunder Erklärung" unterstützen. Über 70 Kollegen haben allein während der Veranstaltung die Dortmunder Erklärung unterzeichnet. Für die Redaktion der "Roten Fahne" überbrachte Wolf-Dieter Rochlitz solidarische Grüße.

Nach den Solidaritätsadressen gab es noch musikalische Einlagen, ein Discjokey legte zum Tanz auf. Bis in die Abendstunden wurde das Tanzbein geschwungen. "Wir beginnen unsere Arbeit mit einem Fest, weil wir sicher sind, dass wir diese Auseinandersetzung gewinnen werden", so meinte Reinhardt Meyer zu Beginn der Veranstaltung.

Die gesammelten Spenden in Höhe von 948,34 Euro bestätigen diesen Optimismus. Heute wurde in zahlreichen Zeitungen in der Türkei sowie in vielen Europakanälen türkischer Fernsehsender über das Solidaritätsfest und den Kampf gegen die Entlassung berichtet. Türkische Fernsehsender und Zeitungsreporter hatten an der Veranstaltung teilgenommen.